Obwohl sie gar nicht so selten sind, sind sie dennoch sehr so richtig schwer zu finden – die Feuersalamander.
Wann und wo sucht man Feuersalamander erfolgreich?
Bis wir feststellten, dass wir völlig falsch suchen, hatten wir tatsächlich 3 Jahre erfolglos versucht diese herrlichen Tiere zu finden. Dass sich Feuersalamander immer am oder im Bach aufhalten, ist nämlich nicht ganz richtig.
In Abhängigkeit der Temperaturen sind diese Lurche nur in den Monaten Februar bis April regelmäßig an den Bächen zu finden. Dann legen die Weibchen, bevorzugt in klaren langsam fließenden Bächen, keine Eier, sondern bereits lebende Larven im Wasser ab.









Während der Sommermonate muss man dann schon richtig Glück haben, um diese Amphibienart zu sehen. Sie halten sich dann, tagsüber in der Regel gut versteckt, im Laub- und Mischwald auf möglichst feuchten, moosigen Untergründen – unter Wurzeln, Totholz oder Steinen. Nur in der Nacht gehen sie auf Jagd. Lediglich während und unmittelbar nach starken Regenfällen sind sie auch tagsüber anzutreffen.

Im Herbst, bei uns im Saarland meistens im Monat Oktober, kann man Feuersalamander an feuchten Abenden, bei Außentemperaturen um 10°, nochmal finden. Zu dieser Zeit machen sie sich auf ins Winterquartier.
Das Aussehen der Feuersalamander
Dieser Lurch ist unverwechselbar in der Amphibienwelt. Er wird bis zu 20 cm groß, seine Haut ist schwarz mit gelben, selten mit orangen oder roten, Flecken oder Streifen.
Die Flecken und Streifen sind das Unterscheidungsmerkmal der beiden Unterarten, die es in Deutschland gibt. Die westliche Unterart „Salamandra Terrestris“ trägt Streifen, während die östliche Unterart „Salamandra Salamandra“ gelbe Flecken hat.

Egal ob Flecken oder Streifen – jede Zeichnung eines Feuersalamanders ist einzigartig wie ein Fingerabdruck.
Sind Feuersalamander giftig?
Feuersalamander haben giftiges Hautsekret, das für Menschen aber nicht gefährlich ist. Selbstredend sollte man sie, wie auch alle anderen wilden Tiere, nicht anfassen – erst recht nicht mit bloßen Händen.
Unsere Feuersalamander-Sichtungen
Nachdem wir uns mehr und mehr über die Lebensräume dieses Lurchs informierten und ausreichend Wissen über dessen Lebensweise angeeignet haben, gingen und gehen wir gezielt nur noch in den Monaten Februar bis April und Oktober auf die Suche. Dann auch nur, wenn die Umgebungsbedingungen passen: nicht zu warm, nicht zu kalt und vor allem feucht muss es sein – Nieselregen bei 10°C stellte sich als das optimale Klima für erfolgreiche nächtliche Exkursionen dar.

In unserer Nähe gibt es zwei Hotspots, an denen wir immer wieder erfolgreich sind – das Mandelbachtal und die Guldenschlucht. Wenn alle Rahmenbedingungen perfekt waren, kam es durchaus vor, dass wir dort mehr als 20 Feuersalamander an einem einzigen Abend finden konnten.
















Zu ungewollten „Spannern“ wurden wir, als wir während der Amphibienwanderung unterwegs waren. Liebestolle Erdkröten-Männchen haben sich dann nicht mehr unter Kontrolle und fallen über alles her, was irgendwie amphibisch wirkt – so auch über Feuersalamander.


Gefahren für den Feuersalamander
Zum einen sind Feuersalamander immer dann gefährdet, wenn sie im Zuge der Amphibienwanderung ihre Laichgewässer aufsuchen und dabei Straßen überqueren müssen. Analoges gilt, wenn sie im Herbst wieder Straßen überqueren müssen, um zu ihren Überwinterungsquartieren zu kommen.

Zum anderen gibt es einen Hautpilz, der, durch aus Asien importierte Lurche, nach Europa eingeschleppt wurde. Die asiatischen Lurche sind resistent gegen diesen BSal-Pilz, den europäischen Lurchen frisst dieser Pilz jedoch Löcher in die Haut. Der Pilz wird deshalb auch Salamanderfresser genannt. In Belgien und in den Niederlanden sind schon Feuersalamander-Bestände in Massen an dem BSal-Pilz gestorben, in Deutschland ist der Pilz auf dem Vormarsch. Jeder von uns kann etwas gegen die Verbreitung dieses Pilzes tun, indem er seine Schuhe desinfiziert, wenn er in gefährdeten Gebieten unterwegs war.

Hoffen wir, dass der Pilz nicht zur Ausrottung der schönen Feuersalamander führt.
Weitere tolle Amphibien, wie die Wechselkröte oder Gelbbauchunke, kann man auf den Halden im Saarland finden.
Auch während der Amphibienwanderung ist rund um Homburg im Saarland einiges los.
