Singapur – Moderne Metropole mit faszinierender Geschichte
Singapur zählt zu den spannendsten Städten Asiens und hat uns bereits vom ersten Moment an begeistert. Der kleine, übersichtliche Inselstaat liegt an der Südspitze der malaiischen Halbinsel und gehört mit rund 5,9 Millionen Einwohnern auf nur etwa 730 Quadratkilometern zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Trotz der vergleichsweise kleinen Fläche gilt Singapur heute als eines der modernsten, vor allem saubersten und wirtschaftlich erfolgreichsten Länder weltweit.
Die Geschichte Singapurs ist eng mit seiner strategisch wichtigen Lage als Handelshafen verbunden. Im Jahr 1819 gründete Sir Stamford Raffles hier einen britischen Handelsposten, aus dem sich innerhalb weniger Jahrzehnte eine internationale Handelsmetropole entwickelte. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1965 hat sich Singapur von einem kleinen Entwicklungsland zu einem hochmodernen Stadtstaat gewandelt.
Besonders beeindruckt hat uns die kulturelle Vielfalt. In Singapur leben Menschen chinesischer, malaiischer, indischer und europäischer Herkunft friedlich zusammen. Genau diese vom Staat kontrollierte Mischung spiegelt sich überall wider – in der Architektur, im Essen, in den Religionen und den verschiedenen Stadtvierteln. Moderne Wolkenkratzer treffen auf historische Kolonialbauten, buddhistische Tempel stehen neben Moscheen und hinduistischen Schreinen.
Diese Kontraste machen Singapur unglaublich spannend…
Unsere 12 Highlights in Singapur
1. Atemberaubende Aussicht vom Marina Bay Sands
Wer Singapur besucht, kommt an einem Wahrzeichen kaum vorbei: dem berühmten Marina Bay Sands. Für uns war der Besuch der Aussichtsplattform eines der absoluten Highlights unserer Reise – und gleichzeitig der perfekte Einstieg, um die beeindruckende Skyline der Millionenmetropole aus einer faszinierenden Perspektive zu erleben. Schon beim Betreten des ikonischen Gebäudekomplexes spürt man, dass hier alles eine Nummer größer und exklusiver gedacht wurde. Sogar die überdachten Wege im Freien am Gebäude entlang sind klimatisiert.

Mit seinen drei futuristischen Hoteltürmen und der schiffsähnlichen Plattform auf dem Dach gehört das Marina Bay Sands längst zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Singapurs.

Mit dem Aufzug ging es für uns in wenigen Sekunden auf rund 200 Meter Höhe zur SkyPark Observation Deck Plattform. Oben angekommen eröffnete sich ein atemberaubender 360-Grad-Blick. Besonders beeindruckend fanden wir die Aussicht auf die spektakuläre Skyline der Marina Bay mit ihren gläsernen Wolkenkratzern, den Gardens by the Bay und dem riesigen Singapore Flyer.
Technisch gesehen befindet sich die Aussichtsplattform auf dem 57. Stockwerk des Marina Bay Sands und zählt zu den höchsten öffentlich zugänglichen Aussichtspunkten in Singapur. Der berühmte Infinity Pool liegt ebenfalls auf dieser Ebene, ist allerdings ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Für „normale“ Besucher (= Nicht-Hotelgäste) ist der Zugang lediglich auf das SkyPark Observation Deck möglich. Die Tickets kosten je nach Tageszeit und Saison etwa 35 bis 45 Singapur-Dollar pro Erwachsenem. Wer zur beliebtesten Zeit rund um den Sonnenuntergang nach oben möchte, sollte die Eintrittskarten unbedingt vorab online reservieren, da die Zeitfenster oft schnell ausgebucht sind.

Unser Tipp für alle Foto-Begeisterten: Ein Weitwinkelobjektiv eignet sich perfekt, um die gigantische Skyline möglichst vollständig einzufangen. Gleichzeitig lohnt sich aber auch ein Teleobjektiv, um Details wie die Supertrees der Gardens by the Bay oder die Architektur des Financial Districts herauszuarbeiten.
2. Gardens by the Bay und die berühmten Super Trees
Ein Ort, der uns in Singapur ebenfalls so richtig begeistert hat, waren die berühmten Gardens by the Bay. Kaum eine Sehenswürdigkeit verbindet moderne Architektur, futuristische Technik und tropische Natur so eindrucksvoll wie diese riesige Parkanlage am Rande der Stadt.

Schon beim ersten Spaziergang durch die Gardens by the Bay waren wir fasziniert von den außergewöhnlichen Kontrasten: Auf der einen Seite üppig grüne Pflanzenwelten, exotische Blumen und tropische Atmosphäre – auf der anderen Seite die gigantischen künstlichen Supertrees aus Stahl, die wie aus einem Science-Fiction-Film wirken, und immer wieder im Hintergrund das Marina Bay Sands.
Besonders beeindruckt haben uns die berühmten Supertrees, die tagsüber und nachts völlig unterschiedlich wirken. Bei Tageslicht konnten wir gut erkennen, wie detailreich die bis zu 50 Meter hohen Konstruktionen gestaltet sind. Die vertikalen Gärten sind mit echten Pflanzen bewachsen und dienen gleichzeitig als nachhaltiges Energiesystem für die Anlage: zum Beispiel sammeln sie Regenwasser oder unterstützen die Energieversorgung der Gewächshäuser – ein spannendes Beispiel dafür, wie Singapur moderne Technologie und Umweltbewusstsein miteinander verbindet.

Am Abend verwandelte sich die Atmosphäre dann komplett. Sobald die Sonne unterging und die Lichter der Skyline langsam angingen, wurden auch die Supertrees illuminiert. Die kostenlose „Garden Rhapsody“-Lichtshow zählt für uns definitiv zu den schönsten Erlebnissen in Singapur. Während Musik durch die Anlage klang, wechselten die Farben der riesigen Baumkonstruktionen im Takt der Show und sorgten für eine fast magische Stimmung.

Das Marina Bay Sands hat eine Aussichtsplattform im 8. Stock, die auch von Nicht-Hotelgästen kostenfrei genutzt werden kann und auf Augenhöhe einen faszinierenden Blick auf die illuminierten Supertrees bietet. Wer einen guten Platz zum Fotografieren der Light-Show haben möchte, sollte eine gute Stunde vor Beginn da sein.
Die Gardens by the Bay erstrecken sich über mehr als 100 Hektar direkt an der Marina Bay und bestehen aus mehreren Bereichen. Der Eintritt in die Außenanlagen und zur Lichtshow ist kostenlos. Für die beiden großen Gewächshäuser, den Flower Dome und den Cloud Forest, werden allerdings Eintrittskarten benötigt. Erwachsene zahlen hierfür je nach Ticketkombination etwa 20 bis 35 Singapur-Dollar. Vor allem der Cloud Forest mit seinem riesigen Indoor-Wasserfall und den Nebelwelten gehört zu den beliebtesten Attraktionen der Anlage.
In 22 Metern Höhe spannt sich zwischen den Supertrees zudem der 128 Meter lange Skyway, von dem man einen herrlichen Blick auf das Marina Bay Sands und die Gardens by the Bay geniessen kann.

Für uns gehören die Gardens by the Bay zu den beeindruckendsten Orten in Singapur, weil hier Natur, Innovation und futuristisches Design auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen. Genau diese Mischung macht die Stadt für uns so faszinierend.
3. Kontrastreiche Cityscapes und Urban Gardening
Ein weiteres Highlight unserer Singapur-Reise waren für uns die faszinierenden und kontrastreichen Fassaden der Stadt. Kaum eine andere Metropole, die wir bisher besucht haben, verbindet moderne Architektur, futuristische Hochhäuser, historische Gebäude und tropisches Grün auf so spektakuläre Weise wie Singapur. Egal ob im Financial District, rund um die Marina Bay oder in den modernen Wohnvierteln – überall entdeckten wir beeindruckende Kontraste zwischen Glasfassaden, außergewöhnlichen Gebäudestrukturen und üppig begrünten Hausfronten.

Besonders spannend fanden wir die enorme Vielfalt der Architektur. Neben ultramodernen Wolkenkratzern mit spiegelnden Fassaden stehen historische Gebäude aus der Kolonialzeit oder futuristische Wohnkomplexe mit vertikalen Gärten.

Viele Hochhäuser in Singapur sind bewusst nachhaltig konzipiert und mit Pflanzen, begrünten Balkonen oder ganzen vertikalen Grünflächen ausgestattet.
Dadurch wirkt die Stadt trotz ihrer dichten Bebauung überraschend lebendig und angenehm grün. Genau dieser Mix aus Urbanität und Natur hat uns immer wieder begeistert.
Für uns Zwei war Singapur deshalb ein echtes Paradies für Street- und Architekturfotografie. Gerade die starken Kontraste zwischen Natur, Altbauten und moderner Architektur verleihen den Bildern eine ganz besondere Atmosphäre. Und auch hinsichtlich Urban Gardening können wir uns in Deutschland an Singapur ein Beispiel nehmen.
4. Spaziergang durch die Emerald Hill Road
Mitten zwischen den modernen Einkaufszentren der Orchard Road entdeckten wir in Singapur plötzlich eine völlig andere Welt: die historischen Häuser der Emerald Hill Road.

Kaum biegt man von der hektischen Hauptstraße ab, fühlt es sich an, als würde man mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit reisen. Für uns war dieser kleine Straßenzug eines der charmantesten Highlights der Stadt – vor allem wegen der wunderschönen bunten Fassaden, der detailreichen Architektur und der besonderen Atmosphäre zwischen Geschichte und Moderne.

Besonders beeindruckt haben uns die sogenannten Peranakan-Häuser, die mit ihren farbenfrohen Fliesen, verspielten Ornamenten und kunstvoll verzierten Fensterläden sofort ins Auge fallen. Viele der Gebäude stammen aus der Zeit zwischen 1900 und den 1920er-Jahren und wurden überwiegend von wohlhabenden Peranakan-Familien erbaut. Die Peranakan – auch Straits Chinese genannt – waren Nachfahren chinesischer Einwanderer, die sich mit malaiischen Einflüssen vermischten und eine ganz eigene Kultur entwickelten.

Die Geschichte von Emerald Hill reicht allerdings noch weiter zurück. Ursprünglich befand sich hier im 19. Jahrhundert eine große Muskatnuss-Plantage des britischen Unternehmers William Cuppage. Nachdem die Plantage wirtschaftlich scheiterte, wurde das Gebiet Anfang des 20. Jahrhunderts von den Geschäftsleuten Seah Boon Kang und Seah Eng Kiat aufgeteilt und als Wohnviertel entwickelt. In dieser Zeit entstanden die meisten der heutigen Reihenhäuser und Shophouses.

Architektonisch sind die Häuser für uns ein echtes Highlight. Die Fassaden kombinieren europäische Elemente wie Säulen und Stuck mit chinesischen und malaiischen Einflüssen. Dieser Stil wird oft als „Chinese Baroque“ bezeichnet. Besonders schön fanden wir die kleinen Details: bunte Keramikfliesen, florale Muster, schwere Holztüren und die typischen „Five Foot Ways“, also die überdachten Gehwege vor den Häusern. Viele Gebäude wurden liebevoll restauriert und stehen heute unter Denkmalschutz. Emerald Hill gilt sogar als eines der ersten offiziell geschützten historischen Wohnviertel Singapurs.

Spannend fanden wir auch die Frage, wer heute eigentlich in diesen historischen Häusern wohnt. Während einige Gebäude mittlerweile Bars, Restaurants oder kleine Boutiquen beherbergen, werden viele der Häuser tatsächlich noch privat genutzt. Allerdings können sich diese Immobilien heute nur noch sehr wohlhabende Familien oder internationale Investoren leisten.

Die restaurierten Häuser gehören zu den exklusivsten Wohnobjekten Singapurs. Je nach Größe, Lage und Zustand liegen die Marktpreise oft im mehrstelligen Millionenbereich – nicht selten zwischen 8 und 20 Millionen Singapur-Dollar. Dazu kommen hohe Kosten für Restaurierung und Instandhaltung, da die historischen Fassaden strengen Vorgaben des Denkmalschutzes unterliegen.
Für uns war ein Spaziergang durch Emerald Hill Road auch fotografisch ein absolutes Highlight. Die Kombination aus tropischer Vegetation, bunten Fassaden, Hochhäusern im Hintergrund und historischen Details bietet unzählige Motive. Besonders am frühen Morgen oder in den Abendstunden entsteht dort eine fast filmreife Atmosphäre.
5. Shopping und Architektur auf der Orchard Road
Die berühmte Orchard Road fühlte sich eher wie eine eigene kleine Welt mitten in Singapur an. Auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern reiht sich hier ein futuristisches Einkaufszentrum an das nächste, während dazwischen luxuriöse Hotels, moderne Architektur und überraschend viel Grün das Stadtbild prägen. Selbst wenn man gar nicht zum Shoppen nach Singapur reist, gehört ein Spaziergang über die Orchard Road für uns definitiv zu den Highlights der Stadt.

Besonders beeindruckt hat uns die unglaubliche Vielfalt entlang der Straße. Neben internationalen Luxusmarken und riesigen Shoppingmalls fanden wir auch stilvolle Cafés, Restaurants und kleine versteckte Seitenstraßen wie die historische Emerald Hill Road. Genau diese Mischung aus ultramoderner Großstadt und traditionellen Elementen macht den Reiz der Orchard Road aus. Während auf den großen LED-Fassaden Werbung flimmerte und futuristische Glasgebäude in den Himmel ragten, entdeckten wir nur wenige Schritte entfernt charmante historische Häuser und tropische Vegetation.
Die Geschichte der Orchard Road reicht überraschend weit zurück. Ursprünglich befanden sich hier im 19. Jahrhundert tatsächlich Obstgärten, Pfeffer- und Muskatnussplantagen – daher stammt auch der Name „Orchard“.

Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Gegend nach und nach zum wichtigsten Einkaufs- und Unterhaltungsviertel Singapurs. Heute zählt die Orchard Road zu den bekanntesten Shoppingstraßen Asiens und ist besonders für ihre moderne Architektur und luxuriösen Einkaufszentren bekannt.
6. Little India – Farben, Düfte und Kultur
Schon beim ersten Schritt nach Little India hatten wir das Gefühl, in eine völlig andere Welt einzutauchen. Zwischen bunten Hausfassaden, dem Duft exotischer Gewürze und den Klängen indischer Musik zeigt sich Singapur hier von seiner lebendigsten Seite. Besonders entlang der Serangoon Road reiht sich ein kleines Highlight an das nächste: farbenfrohe Tempel, traditionelle Geschäfte und unzählige Restaurants, aus denen der Duft von Curry, frischem Naan und süßem Chai auf die Straße zieht.

Ein echtes Erlebnis war für uns als Indien-Liebhaber der Besuch des Tekka Centres. Zwischen Marktständen mit tropischen Früchten, Gewürzen und Stoffen konnten wir das authentische Alltagsleben beobachten. Wer Little India besucht, sollte sich außerdem Zeit nehmen, einfach durch die Seitenstraßen zu schlendern. Überall entdeckt man liebevoll gestaltete Street Art, kleine Cafés und versteckte Fotospots.

Besonders beeindruckt hat uns die Mischung aus Tradition und Moderne. Obwohl wir uns mitten in einer hochmodernen Metropole befanden, fühlte sich Little India fast wie eine kleine Reise in eine andere Kultur an – bunt, laut, herzlich und voller Leben.
7. Arab Street und Kampong Glam
Die Arab Street und das historische Viertel Kampong Glam gehören für uns definitiv zu den atmosphärischsten Orten in Singapur. Schon von weitem zieht die goldene Kuppel der Sultan Mosque alle Blicke auf sich und bildet das Herzstück des Viertels. Rundherum erwarten Besucher charmante Gassen mit kleinen Boutiquen, orientalischen Teppichläden, hippen Cafés und beeindruckender Street Art.

Besonders gefallen hat uns die entspannte Atmosphäre. Während tagsüber viele Besucher durch die Straßen schlendern, verwandelt sich das Viertel am Abend in einen lebendigen Treffpunkt mit Restaurants, Bars und gemütlichen Innenhöfen. Arab Street verbindet Tradition und kreativen Lifestyle auf eine ganz besondere Weise.

Für Fotoliebhaber ist Kampong Glam ein echtes Paradies. Die bunten Hausfassaden, kunstvollen Wandgemälde und versteckten Ecken bieten unzählige Motive.

Gleichzeitig spürt man überall die Geschichte des ehemaligen malaiischen Viertels, das bis heute stark von arabischen und muslimischen Einflüssen geprägt ist.

Besonders spannend fanden wir, wie sich das Viertel in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Früher vor allem als traditionelles Handelsviertel bekannt, ist Kampong Glam heute ein kreativer Hotspot Singapurs. Zwischen historischen Gebäuden haben sich moderne Concept Stores, Designläden und trendige Cafés angesiedelt.

Trotzdem hat sich das Viertel seinen ursprünglichen Charme bewahrt und schafft damit eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Kultur und urbanem Lifestyle.

8. Chinatown und der Buddha Tooth Relic Temple
Chinatown bietet eine faszinierende Mischung aus Tradition, Spiritualität und modernem Stadtleben. Zwischen roten Laternen, historischen Shophouses und kleinen Souvenirgeschäften entdeckt man immer wieder beeindruckende Tempel und traditionelle Märkte.

Trotz der vielen Besucher wirkt das Viertel authentisch und voller kultureller Vielfalt.

Ein absolutes Highlight war für uns der Besuch des Buddha Tooth Relic Temple.

Der imposante Tempel mit seiner roten Fassade und den kunstvollen Verzierungen zieht sofort alle Blicke auf sich. Im Inneren herrscht eine fast meditative Ruhe, die einen starken Kontrast zum geschäftigen Treiben draußen bildet. Besonders beeindruckend fanden wir die prachtvollen Gebetshallen und die detailreiche Gestaltung der einzelnen Stockwerke.

Der Tempel beherbergt nach buddhistischem Glauben eine Zahnreliquie Buddhas und zählt heute zu den bedeutendsten buddhistischen Sehenswürdigkeiten Singapurs.

Auch die Dachterrasse mit ihrem kleinen Garten und Gebetsrad lohnt sich unbedingt. Für uns war Chinatown deshalb weit mehr als nur ein touristisches Viertel – vielmehr ein spannender Ort, an dem Geschichte, Religion und modernes Singapur auf einzigartige Weise zusammentreffen.

Gleichzeitig merkt man überall, wie stark sich Chinatown bis heute verändert und weiterentwickelt hat. Wo früher vor allem traditionelle Händler und kleine Familienbetriebe das Straßenbild prägten, findet man heute neben klassischen Märkten auch moderne Restaurants, stilvolle Cafés und kreative Boutiquen.

Viele der historischen Shophouses wurden liebevoll restauriert und verbinden mittlerweile kolonialen Charme mit modernem Stadtleben. Trotz dieser Entwicklung hat Chinatown seine kulturellen Wurzeln nicht verloren und gehört für uns gerade deshalb zu den spannendsten Vierteln Singapurs.

9. Sundowner in der Rooftop Bar Level33
Hoch über der Skyline von Singapur, im 33. Stock des Marina Bay Financial Centre, erwartet Besucher ein ganz besonderes Erlebnis: die LeVeL33. Schon der Name verrät die Lage – doch was diesen Ort wirklich einzigartig macht, ist seine Kombination aus spektakulärer Aussicht, moderner Gastronomie und handwerklich gebrautem Bier.
LeVeL33 gilt als die höchstgelegene Brauerei innerhalb eines Gebäudes weltweit.

In rund 156 Metern Höhe werden hier tatsächlich vor Ort Biere gebraut – ein seltenes Zusammenspiel aus urbaner Architektur und traditioneller Braukunst. Die glänzenden Kupferkessel und Edelstahltanks sind dabei nicht versteckt, sondern bewusst in das Design integriert und werden Teil des Gesamterlebnisses.

Der Duft von Malz und Hopfen liegt in der Luft, während man gleichzeitig auf die futuristische Kulisse der Marina Bay blickt.
Die Brauerei produziert mehrere Sorten Craft Beer direkt vor Ort – von fruchtigen Pale Ales über kräftige Stouts bis hin zu klassischen Lagerbieren. Oft gibt es fünf bis sieben verschiedene Biere im Ausschank, die von einem hauseigenen Braumeister entwickelt werden. Wer sich nicht entscheiden kann, greift zu einem Tasting-Set, bei dem mehrere Sorten in kleinen Gläsern serviert werden – ideal, um die Vielfalt zu entdecken.
Doch LeVeL33 ist mehr als nur eine Brauerei. Das Konzept der sogenannten „ContemBrewery Cuisine“ verbindet Küche und Braukunst auf kreative Weise. Zutaten und Techniken aus dem Bierbrauen fließen direkt in die Gerichte ein – etwa durch die Verwendung von Treber (Malzreste) in Brot, Pasta oder sogar Desserts. So entsteht ein kulinarisches Erlebnis, das perfekt auf die hauseigenen Biere abgestimmt ist.
Wir überall in Singapur hat aber auch dieses kulinarische Erlebnis seinen Preis: wir teilten uns einen Sizzler, bestehend aus 4 kleinsten Stücken Fleisch. Satt waren wir danach nicht, aber der Geldbeutel um einiges leichter…

Ein weiterer Höhepunkt ist die Lage selbst. Die großzügige Glasfront und die Terrasse bieten einen nahezu perfekten Blick über die Marina Bay – von den Hochhäusern der Marina, über das Marina Bay Sands bis hin zu den futuristischen Gardens by the Bay.

10. Rundgang entlang der Bay Area mit dem Merlion
Der Spaziergang rund um die Marina Bay gehörte für uns zu den absoluten Highlights in Singapur – eine Sehenswürdigkeit jagt hier die nächste. Spannender und kurzweiliger kann Sightseeing kaum sein.

Kaum ein anderer Ort vereint futuristische Architektur, symbolträchtige Wahrzeichen und perfekt inszenierte Lichtkunst so harmonisch wie dieses Viertel.

Schon von weitem dominiert das ikonische Marina Bay Sands die Skyline. Das aus drei Türmen bestehende Gebäude, das von einer schiffsartigen Plattform – dem berühmten SkyPark – gekrönt wird, ist nicht nur architektonisch spektakulär, sondern auch ein technisches Meisterwerk. Mit einer Höhe von rund 200 Metern beherbergt es ein Hotel, ein Casino, ein Einkaufszentrum sowie eines der höchstgelegenen Infinity-Pools der Welt.

Besonders beeindruckend ist die Konstruktion des SkyParks: Er überspannt die drei Türme und ragt an den Seiten deutlich über die Gebäudestruktur hinaus – ein Beispiel für moderne Ingenieurskunst, das sowohl statische Präzision als auch ästhetischen Mut vereint.
Ein paar Schritte weiter führt der Weg über die elegante Helix Bridge, eine Fußgängerbrücke, deren Design von der Struktur der DNA inspiriert ist.

Die doppelte Helix aus Stahl wirkt tagsüber filigran und futuristisch zugleich, doch ihre volle Wirkung entfaltet sie erst bei Dunkelheit: Dann wird die Konstruktion durch gezielte LED-Beleuchtung in Szene gesetzt und erstrahlt in wechselnden Farben.

Technisch interessant ist dabei nicht nur die Form, sondern auch die Funktion – die Brücke wurde so konstruiert, dass sie sowohl ästhetischen als auch klimatischen Anforderungen gerecht wird, etwa durch überdachte Abschnitte zum Schutz vor Sonne und Regen.

Am gegenüberliegenden Ufer wartet schließlich eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes: der Merlion. Die halb Löwe, halb Fisch gestaltete Statue symbolisiert die Herkunft Singapurs als Fischerdorf („Temasek“) und seine spätere Entwicklung zur „Löwenstadt“. Mit ihrem konstant in die Bucht sprudelnden Wasserstrahl ist sie ein beliebtes Fotomotiv – besonders, wenn sich im Hintergrund die glitzernde Skyline spiegelt.
Wenn die Sonne schließlich vollständig untergegangen ist, verwandelt sich die Marina Bay in eine Bühne für eines der eindrucksvollsten kostenlosen Spektakel der Stadt: die Licht- und Wassershow Spectra Light and Water Show.

Direkt vor dem Marina Bay Sands werden Wasserfontänen, Laser, Projektionen und Musik zu einer perfekt abgestimmten Inszenierung kombiniert.
Hochleistungsprojektoren nutzen feinen Wassernebel als Leinwand, während synchronisierte Düsen präzise choreografierte Bewegungen erzeugen. Die Show erzählt – ganz ohne Worte – die Geschichte von Fortschritt, Träumen und Identität Singapurs und zieht Besucher wie Einheimische gleichermaßen in ihren Bann.
11. Singapore Sling im legendären Raffles Hotel
Mitten im Herzen von Singapur steht eines der wohl berühmtesten Hotels der Welt: das Raffles Hotel Singapore. Schon beim Betreten fühlten wir uns in eine andere Zeit versetzt – weiße Kolonialfassaden, hohe Decken, rotierende Deckenventilatoren und ein Innenhof voller Palmen lassen den Glanz der britischen Kolonialzeit lebendig werden.

Seinen Namen verdankt das Hotel Sir Stamford Raffles, dem Gründer des modernen Singapur. Er legte im Jahr 1819 den Grundstein für die Entwicklung der Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum.

Das Hotel selbst wurde allerdings erst 1887 eröffnet und entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt für Schriftsteller, Abenteurer und die High Society. Berühmte Persönlichkeiten wie Rudyard Kipling oder Ernest Hemingway gehörten zu seinen Gästen.

Untrennbar mit dem Raffles verbunden ist ein Cocktail, der heute weltweit bekannt ist: der Singapore Sling. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in der legendären Long Bar kreiert.

Der Barkeeper Ngiam Tong Boon entwickelte den Drink ursprünglich als gesellschaftlich akzeptable Möglichkeit für Frauen, Alkohol zu trinken – zu einer Zeit, in der dies öffentlich eher verpönt war.

Durch seine fruchtige, rosafarbene Erscheinung wirkte der Cocktail wie ein harmloser Saft, hatte es aber durchaus in sich. Die Mischung aus Gin, Kirschlikör, Ananassaft und weiteren Zutaten machte ihn schnell populär und schließlich weltberühmt. Lecker ist er, der Singapur Sling – mit 44 Singapore Dollar pro Glas aber bei weitem kein Schnäppchen.

Die Long Bar selbst ist ein Erlebnis für sich. Sie erstreckt sich über mehrere Ebenen und ist im Stil einer alten Plantage gestaltet – dunkles Holz, nostalgische Ventilatoren und eine lebhafte Atmosphäre prägen das Bild. Doch eine Tradition sticht besonders hervor: Auf den Tischen stehen Säcke mit Erdnüssen, deren Schalen ganz selbstverständlich auf den Boden geworfen werden dürfen.

Was zunächst ungewöhnlich wirkt, ist tatsächlich eine bewusste Abkehr von den sonst strengen Sauberkeitsregeln Singapurs. Die knirschenden Nussschalen unter den Füßen verleihen der Bar eine fast schon rebellische, ungezwungene Note – ein kleines Stück gelebte Freiheit in einer ansonsten sehr geordneten Stadt.
12. Mit der Cable Car nach Sentosa
Ein ganz besonderes Erlebnis zum Abschluss unseres Aufenthalts in Singapur war die Fahrt mit der Singapore Cable Car nach Sentosa. Statt den klassischen Weg über Straße oder Monorail zu wählen, entschieden wir uns bewusst für die luftige Variante, um tolle Ausblicke auf Singapur und den Hafen zu genießen.

Auf Sentosa angekommen, ließen wir die großen Attraktionen ganz bewusst links liegen. Keine Freizeitparks, keine Warteschlangen – stattdessen entschieden wir uns für einen entspannten Spaziergang durch den Wald und am Meer entlang. Es war faszinierend, wir man trotz der Nähe zur Metropole Singapur absolute Ruhe genießen konnte.

Gerade dieser Kontrast hat uns besonders gefallen: Sentosa wird oft als Insel der Unterhaltung beschrieben – doch auch die stille Seite Sentosas hat ihren Reiz.
Wie empfanden wir unsere 3 Tage in Singapur?
Singapur hat uns tatsächlich viel besser gefallen, als wir es ursprünglich erwartet hatten. Ein entsprechend „futuristische“ Großstadt, die überall sauber und gepflegt ist, haben wir in Asien oder auch anderswo bislang noch nicht erlebt.
Das Einzige, was aus unserer Sicht negativ zu berichten ist, sind die horrenden Preise, die man in Singapur für Eintrittsgebühren und für Essen zahlen muss. Wir wussten vorher, dass es teuer werden wird – aber auch dahingehend wurden unsere Erwartung (in diesem Falle leider) übertroffen.
Nichtsdestotrotz ist Singapur auf jeden Fall eine Reise wert.
Wie ging es für uns nach unserem Singapur-Aufenthalt weiter?
Nach unseren 3 kompletten Tagen in Singapur flogen wir weiter nach Borneo, um uns auf die Suche nach den Big 5 am Kinabatangan zu machen.
Ob wir die Big 5 finden konnten und was wir eventuell noch gesehen haben, könnt Ihr hier in unserem Reiseblog lesen.




















































