Wenn man zum Tauchen nach Sansibar in Tansania will, sollte man sich an der Nordspitze der Insel einquartieren, zum Beispiel in
🛖 Nungwi
Nungwi war im Jahr 2016, als wir zum Tauchen auf Sansibar waren, ein relativ überschaubares Dorf.
Der Bootsbau und die Fischerei waren, neben dem Tourismus, die Haupteinnahmequellen der Einheimischen in Nungwi.

Beeindruckend schön war das türkis-blaue Meer hinter strahlend weißem Sandstrand, an dem sich auch eine Schildkröten-Aufzuchtstation befand.

Letztendlich wollten wir aber Schildkröten nicht nur in der Aufzuchtstation sehen, sondern vor allem während unserer Tauchgänge. Der erste Tauchgang musste jedoch warten, denn wir waren
🌡️ Krank zum Urlaubsbeginn
Die alte Taucher-Weisheit „ein Taucher, der nicht taucht, taugt nichts“ spukte drei Tage und drei Nächte in unseren Köpfen, nachdem wir uns wohl auf dem Hinflug nach Sansibar oder während des Transfers nach Nungwi eine dicke und fette Erkältung eingefangen hatten. Fieber, Schüttelfrost und eine vom Schnäuzen tiefrote und wunde Rotznase – so fing „das Tauchen“ auf Sansibar für uns an bzw. eben nicht an.
Wir wären keine echten Taucher, wenn wir denn nicht am vierten Tag mehr auf unser Taucherherz, als auf unseren nur in geringem Maße vorhandenen Taucherverstand, gehört hätten. Die Ohren noch leicht belegt, die Nase alles in allem schon wieder frei, ging es endlich los – und welche Erleichterung – der Druckausgleich klappte. Das Abenteuer „Tauchen auf Sansibar“ konnte endlich starten.
🏚️ Die Tauchbasis
Unsere Spannung stieg, ob wir denn eine Auswahl von dem, was im Internet so angepriesen wurde, auch sehen würden. Auf der Homepage von East Africa Diving, der Tauchbasis, der wir uns für den kompletten Aufenthalt anschlossen, war unter anderem die Rede über Sichtungen von Zackenbarschen, Schildkröten, Geistermuränen, Angler- und Schaukelfischen, vom Mauritius-Skorpionsfisch (=Rhinopia) und sogar von gelegentlichen Delfin-Begegnungen.
Damit uns auch ja nichts entging, waren wir täglich pünktlich zur vereinbartenZeit an der Tauchbasis – gezeitenabhängig immer zwischen 08:30 Uhr und 10:00 Uhr.
Delene, die südafrikanische Inhaber-Hälfte der Tauchbasis, kümmerte sich um einen reibungslosen Ablauf, nahm noch letzte Wünsche der Gäste entgegen und managte alles was es zum Managen gab. Delene muss man einfach mögen.
Je nach Entfernung der ausgewählten Tauchplätze fuhren wir mit der Dhow oder dem Speedboot los:
näher gelegene Tauchplätze wurden mit der Dhow angefahren, während wir zu den entfernteren Tauchplätzen – wie zum Beispiel nach Mnemba – mit dem Speedboot (Zodiac) gebracht wurden.
Die Fahrten zu den Tauchplätzen dauerten in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Das Tauchen führte uns (bis auf die Ausnahme Mnemba) alles in allem bis in Tiefen von maximal 20 Metern. Bei Mnemba wurde die 30-Meter-Marke überschritten, da dort die Hoffnung auf Haie bestand. Eine Tauchzeit von 60 Minuten sollte eingehalten werden. Es wurde jedoch nicht all zu eng gesehen, wenn man auch mal ein paar Minuten länger im Wasser blieb.
🤿 Folgende Tauchplätze haben wir beim Tauchen um Sansibar angefahren:
Nankivelle Rock
Diesen Tauchplatz haben wir als eher unspektakulär empfunden.
Shanes Reef (4 TG)
Sepia, Drachenköpfe, die allgegenwärtigen Fangschreckenkrebse, Schaukelfische und Stirnflosser, Oktopus, Muränen, riesige Seenadeln, Drachenköpfe und Garnelen.




Shanes Reef war unser Lieblings-Tauchplatz auf Sansibar, da hier für jeden immer etwas zu finden war.
Mnemba (2 TG)
…bot die ersten Großfische: einen Napoleon und einen Kartoffelbarsch. Ferner gab es in Mnemba Krokodilfische und einen riesigen Anglerfisch.


Tumbatu Island (4 TG)
Hier sind je nach Tauchplatz entweder Hart- oder Weichkorallen vertreten. In diesen tummelten sich Nacktschnecken, Drachenköpfe, Garnelen und wieder Fangschreckenkrebse (Mantis Shrimp).






Tumbatu machte Shanes Reef harte Konkurrenz um den Titel des Lieblings-Tauchplatzes auf Sansibar.
Mbwangawa
…bot riesige und schier endlose Hartkorallenfelder und zum Ende des Tauchgangs vier Schaukelfische auf zwei Quadratmetern.

Coral Garden
Hier gab es wieder einen Schaukelfisch zu sehen.

Ferner zeigten sich ein großer Tintenfisch, knallorange und rötliche Nacktschnecken, sowie Muränen ohne Ende.





House of Turtles
Nomen est Omen: Fünf, aber leider relativ scheue und nicht fotogene Schildkröten zeigten sich im House of Turtles auf der Sandfläche. Ferner gab es hier Kugel-, Koffer- und Kuhfische, Nacktschnecken und einen falschen Steinfisch (Buckeldrachenkopf).



Kichafi
Erneut fanden wir einen Schaukelfisch, Drachenköpfe und Nacktschnecken. Wegen der starken Dünung und der damit verbundenen bescheidenen Sicht war Kichafi dennoch nicht unbedingt unser favorisierter Tauchplatz auf Sansibar.


Drachenköpfe, Nacktschnecken, Schaukelfische, Mantis Shrimps und Muränen waren am häufigsten zu sehen in Sansibar. Darüberhinaus gab es noch Flöten- und Trompetenfische, Kaiserfische, Anemonenfische und farbenfrohe Fischschulen.

‼️ Fazit
Das Tauchen um Nungwi auf Sansibar bietet eine schöne und abwechslungsreiche Auswahl an Tauchplätzen mit einer vielfältigen Unterwasserwelt und vor allem entspannte Tauchgänge. An Indonesien oder die Philippinen kommt Sansibar nicht ran. Nimmt man aber ein paar Flugstunden mehr in Kauf, ist es eine tolle Alternative zu Ägypten. Aber gebt gut acht, damit Ihr Euch auf dem Flug nicht erkältet, denn: Eine Taucher, der nicht taucht, taugt nichts.
Neben Sansibar haben wir bislang in Afrika auch Kenia und die Seychellen betaucht. Lasst Euch gerne auch von diesen Tauchzielen auf vonhierundunterwegs inspirieren.


















































