Die Region entlang der Mosel zählt zu den schönsten Reisezielen Deutschlands – und das völlig zu Recht. Zwischen steilen Weinbergen, romantischen Fachwerkdörfern und mittelalterlichen Burgen offenbart sich eine Landschaft voller Geschichte, Genuss und Naturwunder.

Ob bei einer Weinverkostung direkt beim Winzer, einer Wanderung auf dem Moselsteig oder einer Schifffahrt durch das Flusstal – entlang der Mosel warten echte Highlights und überraschende Entdeckungen.
In diesem Artikel zeigen wir Dir unsere besten Sehenswürdigkeiten und vermitteln Dir besondere Erlebnisse, die unsere Trips in diese Weinregion unvergesslich machten und Deine / Eure unvergesslich machen sollen.

Unser Sightseeing entlang der Mosel
🏞️ 1 – Bernkastel-Kues – Moselromantik zwischen Burg und Wein
Bernkastel-Kues ist der Ort, den wir als allererstes an der Mosel erleben konnten.

Wer Bernkastel-Kues besucht, taucht ein in eine wahrhafte charmante Stadt. Mit ihren verwinkelten Gassen, Fachwerkhäusern, dem lebendigen Marktplatz, eingebettet in die umgebenden Weinberge hatte sie uns unmittelbar fasziniert. Bernkastel und Kues, durch eine Brücke über die Mosel verbunden, bilden zusammen ein Ensemble, das Altstadtcharme und Weinkultur meisterhaft vereint.

Ein Muss für jeden Besucher ist der Aufstieg zur Burgruine Landshut, die majestätisch über dem Ort thront. Schon der Weg dorthin – entweder zu Fuß über einen serpentinenreichen Pfad oder bequem mit dem Burg-Express – ist ein Erlebnis.

Oben angekommen belohnt ein atemberaubender Blick über das Moseltal. Die Burg selbst erzählt Geschichten aus der Römerzeit, über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Wer mag, kann an einer Führung teilnehmen oder einfach im Burgrestaurant einkehren – mit einem Glas Riesling und Panoramablick.
Kein Besuch in Bernkastel-Kues ohne Wein oder besser noch ohne eine Weinprobe – und Bernkastel-Kues ist ein Paradies für Weinliebhaber. Die berühmte Lage „Bernkasteler Doctor“ gehört zu den Spitzenlagen der Welt.

Zahlreiche Winzerhöfe laden zur Weinprobe ein – oft familiär und persönlich geführt. Besonders lohnend: eine Panoramafahrt mit anschließender Weinbergswanderung und Verkostung. Sechs Rieslinge direkt vom Erzeuger – dazu Geschichten rund um die Reben, die Region, den Weingenuss und ein Besuch des Weinkellers.
So lässt sich das Leben genießen.

Weitere Eindrücke zu Bernkastel-Kues:
Übernachtet hatten wir in Bernkastel-Kues übrigens im Märchenhotel im Zimmer Rapunzel. Vom Whirlpool aus konnten wir eine wahrlich tolle Fernsicht genießen – mit einem Glas Wein in der Hand.
🪷 2 – Traben-Trarbach – Zwischen Jugendstil, Buddha und Moselblick
Unser Tag in Traben-Trarbach begann mit einem Spaziergang über die Moselbrücke – die beiden Ortsteile Traben und Trarbach werden hier ganz charmant miteinander verbunden.

Gleich am Brückenkopf wurden wir vom eindrucksvollen Brückentor empfangen. Das Brückentor wurde im 20sten Jahrhundert erbaut, nach dem die Bauarbeiten der Brücke 1899 fertiggestellt wurden. Mit seinen Türmchen und verspielten Formen erinnert es eher an ein Stadttor aus einem alten Märchen als an Architektur aus dem letzten Jahrhundert. Besonders schön: Oben im Turm gibt es ein kleines Café, von dem aus man einen herrlichen Blick genießen kann – ein perfekter Ort für eine erste Pause.

Was uns in Traben-Trarbach besonders überrascht hat, war das Buddha-Museum! In einer ehemaligen Weinkellerei aus der Jugendstilzeit erwarteten uns über 2.000 Buddha-Statuen aus aller Welt.

Die Atmosphäre dort war ganz besonders – ruhig und fast meditativ. Es war faszinierend, wie viel Geschichte und Spiritualität in diesen Figuren steckt. Einige waren riesig, andere winzig klein – und jede von ihnen hatte ihre eigene Geschichte.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns auch der kleine Dachgarten mit der ebenfalls herrlichen Aussicht.

Natürlich haben wir auch die Stadt selbst erkundet. Traben-Trarbach ist geprägt vom Jugendstil, und wenn man sich ein wenig umsieht, entdeckt man überall kunstvoll verzierte Fassaden, kleine Details an Türen und Fenstern und herrschaftliche Villen aus der Zeit um 1900.

Für uns war Traben-Trarbach eine echte Entdeckung: Nicht so trubelhaft wie manch anderer Ort, aber voller Charme, Geschichte und Überraschungen. Ob beim Kaffeetrinken am Brückentor, beim stillen Staunen im Buddha-Museum oder beim Blick von der Burgruine – wir haben uns hier rundum wohlgefühlt.
🍇 3 – Kröv an der Mosel – Sanfte Romantik von den Weinbergen aus
Von den sonnenverwöhnten Steillagen hoch über der Mosel war unser erster Eindruck von Kröv ein Hauch von Stille, Reben und weitem Talblick. Zunächst entdeckten den winzigen Ort nur flüchtig – durch die steilen Weinberge hindurch, während wir auf einem der Panoramawege unterwegs waren. Dennoch blieb uns dieser kurze Moment im Gedächtnis. Viel idyllischer kann ein Dorf nicht liegen.


Dieser erste faszinierende Blick auf Kröv war der Grund, das wir noch ein zweites Mal nach Kröv zurückkamen. Dann hatten wir auch Zeit einen „Kröver Nacktarsch“ zu trinken – so heißt der Wein aus der Großlage um Kröv. Der Name geht angeblich darauf zurück, dass Jugendliche bei einem Winzer Wein stibitzten, dabei erwischt wurden und dann den nackten Popo versohlt bekamen.


🚠 4 – Koblenz – Mosel trifft Rhein, Geschichte trifft Gegenwart
Koblenz ist eine der ältesten Städte Deutschlands und ein absolutes Highlight auf jeder Reise entlang der Mosel. Malerisch am Zusammenfluss von Mosel und Rhein gelegen, beeindruckt Koblenz mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Architektur und moderner Stadtkultur – perfekt für Fotografen, Entdecker und Kulturinteressierte.

Ein Muss auf jeder Moselreise!
Deutsches Eck – wo sich Rhein und Mosel küssen
Kein Besuch in Koblenz ist komplett ohne einen Spaziergang zum Deutschen Eck, dem weltberühmten Zusammenfluss von Rhein und Mosel.

Hier thront das monumentale Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. – ein historisches Wahrzeichen der Stadt Koblenz. Von der Plattform aus bietet sich ein herrlicher Panoramablick auf beide Flüsse und die umliegende Stadt.
Mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein
Ein weiteres Highlight in Koblenz ist die Fahrt mit der Seilbahn über den Rhein.


In modernen, verglasten Gondeln schwebt man direkt vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein, die majestätisch über der Stadt thront.
Oben angekommen, erwartet Besucher eine der größten erhaltenen Festungsanlagen Europas mit spannenden Ausstellungen, einem herrlichen Blick ins Rheintal und viel Geschichte zum Anfassen.


Historisches Zentrum: Schängelbrunnen, Johanniterplatz und Johanniterkirche
Die Altstadt von Koblenz lädt mit ihren charmanten Gassen und Plätzen zum Entdecken ein. Besonders sehenswert ist der Schängelbrunnen am Rathaus – eine augenzwinkernde Hommage an den frechen Koblenzer Jungen, den „Schängel“.

Wer zur richtigen Zeit kommt, kann beobachten, wie die Bronzefigur plötzlich Wasser spuckt. Man sollte dann nicht zu nah am „Schängel“ stehen, um nicht nass zu werden.

„Klugscheisserwissen“ zur Herkunft des Namens Schängel:
Der Begriff „Schängel“ leitet sich vom französischen Vornamen Jean ab, der im Rheinland während der französischen Besatzungszeit nach dem 18. Jahrhundert in der Verkleinerungsform zu „Schang“ oder eben „Schängel“ wurde. In Koblenz bezeichnete man damit ursprünglich die Kinder aus deutsch-französischen Beziehungen – oft frech, aufgeweckt und mit einem Augenzwinkern. Heute steht der Schängel sinnbildlich für den typischen Koblenzer: lebensfroh, schlagfertig und ein bisschen spitzbübisch.
Durch einen von zwei Durchgängen kommt man direkt zum Johanniterplatz.
Hier befindet sich die Johanniterkirche, ein kulturhistorisches Juwel mit faszinierender Architektur. Heute wird die ehemalige Kirche als Ausstellungsraum genutzt und verbindet auf eindrucksvolle Weise sakrale Atmosphäre mit moderner Kunst.

Die Historiensäule
Wenige Meter entfernt begeistert auf dem Görresplatz die Historiensäule, ein kunstvolles Denkmal, das 2000 Jahre Koblenzer Stadtgeschichte in zehn anschaulichen Bildszenen darstellt – ein echtes Highlight für Geschichtsinteressierte und Fotografen gleichermaßen.
Die Liebfrauenkirche
Nur wenige Gehminuten entfernt steht die imposante Liebfrauenkirche, ein beeindruckender Sakralbau mit romanischen Wurzeln und gotischem Turm.

Die Kirche zählt zu den bedeutendsten Kirchen in Koblenz und ist ein stiller Zeitzeuge der bewegten Stadtgeschichte.

Die Kreuzung Altengraben – Marktstraße
An dieser Kreuzung gibt es die 4 Türme.

Ein faszinierender Blick ergibt sich, wenn man sich genau in die Mitte der Kreuzung stellt und nach oben schaut:

Unser Fazit zu Koblenz
Koblenz ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp an der Mosel – die Stadt ist ein lebendiges Geschichtsbuch, ein Ort voller Fotomotive und kultureller Erlebnisse. Ob Seilbahnfahrt, Festungsabenteuer oder Altstadtflair: Ein Besuch in Koblenz gehört zu jeder Moselreise einfach dazu!

🍷 5 – Beilstein an der Mosel – Das Dornröschen der Mosel entdecken
Wenn man an romantische Orte in Deutschland denkt, führt kaum ein Weg an Beilstein an der Mosel vorbei. Das malerische Winzerdorf mit seinen verwinkelten Gassen, historischen Fachwerkhäusern und dem traumhaften Blick auf die Mosel wirkt wie aus einem Märchenbuch entsprungen.

Nicht umsonst wird es oft liebevoll als das „Dornröschen der Mosel“ bezeichnet.
Ein Ort voller Geschichte und Charme
Beilstein liegt idyllisch eingebettet zwischen steilen Weinbergen und der sanft dahinfließenden Mosel. Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Besonders bekannt ist Beilstein für seine gut erhaltene Altstadt, die in vielen Filmen als Kulisse diente – darunter mehrere Heimatfilme der 1950er-Jahre.

Das Herzstück des Ortes ist die Burgruine Metternich, die hoch über dem Ort thront. Der Aufstieg zur Ruine wird mit einem fantastischen Ausblick auf das Moseltal belohnt – ein echtes Highlight für Fotograf*innen.
Sehenswürdigkeiten in Beilstein
Beilstein ist zwar klein, hat aber viel zu bieten. Hier sind einige Highlights:
Karmeliterkirche St. Joseph
Die barocke Kirche mit ihrer prachtvollen Ausstattung und dem angeschlossenen Kloster ist ein ruhiger Ort zum Verweilen und Staunen.

Wenn Ihr mit Verweilen und Staunen fertig seid, könnt Ihr noch einen Kaffee im angrenzenden Café mit Blick auf die Mosel trinken.
Historischer Marktplatz
Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und Weinstuben – hier fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt.


Moselpromenade
Ein Spaziergang entlang der Mosel mit Blick auf die Weinberge ist zu jeder Tageszeit ein Erlebnis. Besonders im Morgennebel oder bei Abendlicht ist die Szenerie magisch.

Kulinarik & Wein
Kein Besuch in Beilstein wäre komplett ohne ein gutes Glas Moselriesling. Die umliegenden Weinberge bringen Spitzenweine hervor, die du in den vielen kleinen Weinstuben und Gutsausschänken probieren kannst. Besonders empfehlenswert sind regionale Spezialitäten wie Flammkuchen, Zwiebelkuchen oder Wildgerichte (wir lieben das Hirschgulasch) – oft mit herrlichem Blick auf die Mosel.

Beste Reisezeit für Beilstein
Die schönste Zeit für einen Besuch in Beilstein ist von April bis Oktober. Im Frühling blühen die Gärten, im Sommer lebt das Dorf auf und im Herbst färben sich die Weinberge in leuchtenden Gold- und Rottönen – ein Traum für Natur- und Landschaftsfotografie.

Fazit: Beilstein – Ein Geheimtipp an der Mosel
Ob als Tagesausflug oder als romantisches Wochenende – Beilstein ist ein Ort, der verzaubert. Die Kombination aus Natur, Geschichte, Wein und Fotospots macht das Moseldorf zu einem echten Juwel. Wer einmal dort war, wird garantiert wiederkommen wollen.
🍇 6 – Die Moselschleife bei Bremm – Ein Ausblick, der im Gedächtnis bleibt
Einen der schönsten Blicke auf die Mosel kann man vom Bremmer Gipfelkreuz aus genießen.

Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten dort hin zu kommen: entweder wandert man zu Fuß den Calmont, den steilsten Weinberg Europas hoch, oder man legt einen Großteil der Strecke mit dem Auto zurück. An der L106, oberhalb von Bremm, gibt es den Wanderparkplatz Schafstall: von dort ist der der Weg zum Gipfelkreuz mit 1,8 Kilometern ausgeschildert. Oder man fährt noch ein Stückchen weiter zum Parkplatz Calmont Moselschleife: von dort ist es noch ein knapper Kilometer Fußweg zum Ziel.

Der Calmont ist übrigens 380 Meter hoch und hat eine Steigung bis zu 68°.
🐈⬛ 7 – Zell an der Mosel – Zwischen Reben, Fachwerk und Riesling
Zell an der Mosel ist einer dieser Orte, an denen man sofort merkt, dass der Fluss mehr ist als nur Wasser – er ist Lebensader, Kulisse und Stimmungsträger zugleich.

Schon bei der Ankunft fiel uns auf, wie sich die Stadt harmonisch an die Mosel schmiegt, eingerahmt von steilen Weinbergen, auf denen der berühmte „Zeller Schwarze Katz“ wächst.

Die Sehenswürdigkeiten, die es in Zell zu entdecken gibt, findet Ihr hier zusammengefasst.

Zell lässt sich schön zu Fuß erkunden, in dem man einen Rundweg läuft. Auf der einen Seite der Mosel startet man und kommt dann entweder zur Fußgänger- oder zur Autobrücke. Auf der anderen Seite der Mosel geht man dann zurück, um über die Auto- oder Fußgängerbrücke zum Startpunkt zurück zu kommen. Geschätzt hat dieser Rundweg circa eine Länge von 3 Kilometern.
🏚️ 8 – Das Tal der 13 Mühlen – ein echter Geheimtipp an der Mosel
Das Tal der 13 Mühlen ist ein wunderschönes Seitental der Mosel und lediglich 250 Meter lang.

Diese 250 Meter haben es teilweise dennoch in sich, da die Strecke eine Steigung bis zu 24 Prozent hat. Bei sommerlichem Wetter eine für uns durchaus schweißtreibende Angelegenheit.

Die Anstrengung lohnt sich jedoch. Es gibt, wie der Name des Tals schon vermuten lässt, 13 Mühlen zu sehen, die zwischenzeitlich teils zu wunderschönen Wohngebäuden umgebaut wurden.
Jeder Gebäude hat eine Tafel, auf welcher die wesentlichen Infos gezeigt werden.

💶 9 – Cochem an der Mosel – Die Perle der Moselregion entdecken
Cochem ist ohne Zweifel einer der bekanntesten Orte an der Mosel. Mit seiner imposanten Reichsburg, den bunten Fachwerkhäusern und der malerischen Uferpromenade zieht das kleine Städtchen jedes Jahr unzählige Besucher:innen, Fotograf::innen und Weinenthusiast:innen an.

Wer Moselurlaub mit Genuss, Geschichte und beeindruckenden Fotospots verbinden will, ist in Cochem genau richtig.
Warum Cochem ein Must-See an der Mosel ist
Cochem liegt eingebettet zwischen sanften Weinbergen und der gewundenen Mosel – ein Postkartenmotiv, das in Wirklichkeit noch schöner ist als auf jedem Bild. Der Ort ist ideal für:
- Fotografie-Liebhaber
- Genießer regionaler Weine
- Geschichtsinteressierte
- Aktivurlauber
Ob bei einem gemütlichen Stadtbummel, einer Schifffahrt auf der Mosel oder einer Wanderung durch die Weinberge – Cochem bietet zu jeder Jahreszeit unvergessliche Eindrücke und viele Farben.

Sehenswürdigkeiten in Cochem
🏰 Die Reichsburg Cochem
Das Wahrzeichen der Stadt thront majestätisch auf einem Hügel über der Mosel. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und nach ihrer Zerstörung im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Besonders lohnenswert ist die geführte Burgbesichtigung, bei der du durch historische Säle und auf die Aussichtsterrassen gelangst – ein Highlight für jede Kamera!

👉 Fototipp: Die beste Perspektive auf die Burg bietet sich von der gegenüberliegenden Moselseite, besonders zur goldenen Stunde.
🏘️ Historische Altstadt
Cochem begeistert mit einer romantischen Altstadt, in der sich verwinkelte Gassen, kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und traditionelle Weinstuben aneinanderreihen.

Der Marktplatz mit dem barocken Rathaus ist ein echter Hingucker – hier pulsiert das Herz des Städtchens.

🍇 Moselpromenade & Uferweg
Ein Spaziergang entlang der Mosel bietet malerische Ausblicke auf die Weinberge, die Reichsburg und die vorbeiziehenden Ausflugsschiffe. Ideal für eine kleine Pause mit Fotostopps – oder für ein Picknick mit Blick aufs Wasser.

🍷 Wein und Kulinarik
Cochem ist ein Paradies für Weinliebhaber. In den umliegenden Steillagen wird vor allem Riesling angebaut – oft mit Auszeichnungen prämiert. Viele Weingüter bieten Verkostungen an. Unbedingt probieren: Federweißer im Herbst und die typische Winzervesper mit regionalem Käse, Schinken und Trauben.

💶 Der Bundesbankbunker
Der Bundesbankbunker war unser spezielles Highlight in Cochem.

Zur Zeit des kalten Kriegs wurde von 1962 bis 1964 ein Bunker der Deutschen Bundesbank in Cochem errichtet. Das Ziel war, dort genügend Geld Zulagen, um – für den Falle einer Falschgeldflut in Deutschland – unmittelbar eine Ersatzwährung zur Verfügung zu haben.

Zunächst wurden zwei Tarnhäuser gekauft (das Wohnhaus und die Praxis eines Zahnarztes), welche offiziell als Schulungszentrum der Deutschen Bundesbank genutzt wurden. Unter dem Vorwand den Mitarbeitern der Bundesbank und weiteren Anwohnern im Kriegsfall Schutz bieten zu können, wurde zudem der Bunker gebaut – tatsächlich weniger zum Personenschutz, als mehr zum Einlagern der Ersatzwährung.
Nach und nach wurden dann 14 Milliarden Deutsche Mark der Ersatzwährung in den Bunker gebracht und für den Ernstfall eingelagert.
Heute ist der Bunker in Privatbesitz und wird für eine tolle Führung genutzt.
🍀 10 – Schmidtenhöhe bei Koblenz – Naturschutz vom Feinsten
Auf der anderen Rheinseite befindet sich bei Koblenz die Schmidtenhöhe.

Bei der Schmidtenhöhe handelt es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz, der heute als Naturschutzgebiet eine beeindruckende Rückzugsfläche für seltene Tier- und Pflanzenarten bietet.

Auf dem riesigen Gebiet tummeln sich Heckrinder und Konikpferde, die die Natur auf der Schmidtenhöhe „im Zaum halten“. Auf Grund der Größe des Gebiets ist jedoch leider nicht sicher, die Rinder und Pferde sehen zu können.
Im Laufe der Zeit haben sich auch viele Reptilien und Amphibien auf der Schmidtenhöhe angesiedelt und verbreitet. Mit viel Glück kann man Gelbbauchunken und Laubfrösche sehen. Uns blieb dieses Glück leider verwehrt.
🏛️ 11 – Trier – Zeitreise durch Deutschlands älteste Stadt
Trier ist weit mehr als nur ein hübsches Städtchen in der Eifel – es ist eine faszinierende Zeitkapsel mit römischem Herz und mittelalterlicher Seele. Als älteste Stadt Deutschlands blickt Trier auf über 2.000 Jahre Geschichte zurück – und das spürt man bei jedem Schritt durch die charmante Altstadt.

Ein absolutes Muss ist natürlich die Porta Nigra, das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Majestätisch thront es am Rand der Fußgängerzone und erinnert eindrucksvoll an die Zeit, als Trier noch eine bedeutende römische Metropole war. Wer die steilen Treppen erklimmt, wird mit herrlichen Ausblicken über die Dächer der Stadt belohnt – und mit einem Hauch Antike zum Anfassen.

Nur wenige Gehminuten weiter trifft man auf den mächtigen Trierer Dom St. Peter, dessen Ursprünge ebenfalls bis in die Römerzeit zurückreichen. Das imposante Bauwerk zählt heute zum UNESCO-Welterbe und beeindruckt nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch die kunstvolle Verbindung verschiedener Architekturstile.


Ein besonderer Ort der Ruhe und Schönheit ist der Kreuzgang des Doms. Abseits vom Trubel der Stadt kann man hier durch den harmonisch angelegten Innenhof schlendern, die feinen Bögen bestaunen und einfach einen Moment innehalten.
Gleich daneben liegt die zierlichere, aber nicht minder bedeutende Liebfrauenkirche – eine der frühesten gotischen Kirchen in Deutschland und ein echtes Meisterwerk sakraler Baukunst.

Ein weiteres architektonisches Highlight Triers ist das prachtvolle Kurfürstliche Palais, das direkt an den Trierer Dom und die Konstantinbasilika grenzt. Mit seiner eleganten Rokokofassade zählt es zu den schönsten Barockbauten Deutschlands. Die prunkvollen Gärten mit ihren Springbrunnen und Skulpturen laden zum Verweilen ein und bieten einen eindrucksvollen Kontrast zur wuchtigen römischen Basilika gleich nebenan. Einst Residenz der Trierer Kurfürsten, dient das Palais heute teilweise als Verwaltungssitz – doch seine historische Pracht ist für Besucher frei zugänglich und bietet nicht nur Architekturfans ein eindrucksvolles Fotomotiv.

Auch in der Fußgängerzone und rund um den Marktplatz findet man eindrucksvolle Bauwerke in Deutschlands ältester Stadt.


Unser Fazit zu Trier
Trier vereint für uns auf einzigartige Weise römisches Erbe, christliche Geschichte und eine lebendige Gegenwart – ein ideales Ziel für Kulturreisende, Architekturfreunde und alle, die das Besondere lieben.
12 – 🏰 Burg Eltz – Ein Märchenschloss im grünen Moseltal
Es gibt Orte, die wirken so unwirklich schön, dass man zweimal hinschauen muss – Burg Eltz ist genau so ein Ort. Schon der erste Blick, als wir sie vom Wanderweg aus entdeckten, war wie eine Zeitreise: Eingebettet in einen grünen Talkessel, mit spitzen Türmen, Fachwerk und dicken Mauern – fast als hätte jemand ein Märchenschloss mitten in den Wald gesetzt.

Der Weg dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Wir entschieden uns für den klassischen Zugang über den Eltzer Burgpanoramaweg – ein gut ausgeschilderter Rundweg, der durch einen Wald führt, bevor sich die Burg plötzlich zwischen den Bäumen zeigt.

Am frühen Morgen kann man Burg Eltz ohne weitere Besucher genießen.

Übrigens: Zwischen 1961 und 1995 zierte die Burg Eltz den 500-DM-Schein. Dadurch hat die Burg Eltz der Kaiserburg in Nürnberg, die nicht minder beeindruckend ist (das behaupte zumindest ich, Ralph, als stolzer Franke), doch etwas voraus.

Unser Fazit zur Burg Eltz:
Burg Eltz ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort voller Leben, Geschichte und Natur. Wahrlich ein Highlight, welches wir bei Ausflügen oder Reisen an die Mosel gerne immer wieder besuchen.
13 -🏰 Alken und Burg Thurant – Mittelalterflair mit Moselblick
Ein Ort, der uns bei unserer Moselreise ebenfalls besonders in Erinnerung geblieben ist, ist das malerische Alken mit der beeindruckenden Burg Thurant, die hoch über dem Moseltal thront.
Die schönste Sehenswürdigkeit in Alken direkt ist die St. Michaelskirche.

Die Kirche, die auch ein Gebeinhaus hat, hat nur zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet. Es lohnt sich also, sich vorher zu informieren, um erfolgreich zu sein.
Wir haben uns Zeit genommen, durch Alken zu schlendern, die alten Fachwerkhäuser zu bestaunen und die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Alles wirkt ruhig und charmant in diesem kleinen Städtchen.

Der anschließende Aufstieg zur Burg Thurant lohnt sich nicht nur wegen der spannenden Geschichte, sondern vor allem wegen des fantastischen Ausblicks auf das Moseltal.

Die Burg selbst ist eine der ältesten an der Mosel und bis heute teilweise bewohnt. Das merkt man sofort: Die Anlage ist nicht überlaufen oder überrestauriert, sondern wirkt authentisch und lebendig. Besonders gefallen hat uns der Blick vom Turm, bei dem man die Mosel in einer wunderschönen Schleife unter sich sieht.

Wer mittelalterliche Burgen liebt und die Mosel von ihrer ursprünglichen Seite erleben möchte, sollte Alken und die Burg Thurant auf keinen Fall verpassen.

🗼14 – Der Prinzenkopf – Moselpanorama aus der Vogelperspektive
Einer unserer absoluten Lieblingsstopps entlang der Mosel war der Prinzenkopfturm bei Pünderich. Schon der Weg dorthin, vorbei an steilen Weinbergen und durch dichte Wälder, war ein Erlebnis für sich – aber der Ausblick vom Turm hat wirklich alles übertroffen.

Oben angekommen, steht man auf einer kleinen Aussichtsplattform, die einem das Gefühl gibt, über dem Moseltal zu schweben. Der Blick reicht weit über die berühmte Moselschleife bei Zell, auf die Weinlagen „Zeller Schwarze Katz“, das Örtchen Alf, den Fluss mit seinen Windungen und die Wälder ringsum. Für uns war das einer der beeindruckendsten Panoramablicke der gesamten Region – und natürlich ein Paradies für unsere Kameras!
Der Prinzenkopfturm selbst ist übrigens ein historischer Aussichtsturm, der schon 1899 zu Ehren von Kronprinz Wilhelm errichtet wurde – daher auch der Name. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer, aber trotzdem nicht überlaufen. Wir waren fast allein dort oben und konnten die Stille und die Weite in vollen Zügen genießen.
Wenn ihr einmal in der Gegend seid und die Mosel aus der Vogelperspektive erleben wollt, dann ist der Prinzenkopf ein absolutes Muss.
⚓️ 15 – Schifffahrt auf der Mosel
Ein Aufenthalt an der Mosel, ohne eine Schifffahrt, wäre nicht komplett.

Bei herrlichem, frühherbstlichen Wetter sind wir, circa 1,5 Stunden, von Kröv nach Bernkastel-Kues gefahren.
Auch vom Wasser aus bot die Mosel tolle Aussichten und die Zeit auf demSchiff verging wie im Flug.

Diese Schifffahrt auf der Mosel war dann leider auch eine unserer letzten Erlebnisse, die wir an diesem wunderschönen Ort hatten.
Da nicht allzu weit entfernt, werden bestimmt immer wieder mal die Chance haben, hierher zurück zu kommen.










































































































