Myanmar – 6 unvergessliche Reiseziele voller Spiritualität und Magie in diesem faszinierenden Land der goldenen Pagoden

Myanmar ist das letzte südostasiatische Land, dessen Besuch uns – mit Ausnahme von Osttimor, welches bei unseren Sehnsuchtszielen nur hinsichtlich des Tauchens im Hinterkopf schlummert – noch fehlte.

Ob es wirklich so ist, dass man sich das Beste bis zum Schluss aufhebt?

MYANMAR

früher auch Burma oder Birma genannt, liegt am Golf von Bengalen und wird von Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand eingerahmt. Nicht Yangon (Rangun) ist als größte Stadt des Landes auch die Hauptstadt von Myanmar, sondern seit 2005 ist dies Naypyidaw.

Myanmar öffnete sich seit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts langsam, aber immer mehr, dem Tourismus. Im letzten Jahrzehnt hatte sich auch politisch recht viel im Land getan. Aung San Suu Kyi, die burmesische Nobelpreisträgerin, konnte der Militärregierung so manches Entgegenkommen abringen. Dies hatten wir 2018, als wir in Myanmar waren, so erzählt bekommen und auch wahrnehmen können. Die von uns besuchten Orte präsentierten sich in einem wirklich guten Zustand und alles wirkte perfekt organisiert und lange nicht so chaotisch, wie in manch anderem asiatischen Land.

Bis heute, 2024, hat sich leider wieder viel Negatives in Myanmar ereignet. Das Militär hat wieder die Macht übernommen, Aung San Suu Kyi wurde 2022 zu sieben Jahren Haft verurteilt und insgesamt hört man aus Myanmar nur noch schlechte Nachrichten. Wie schade ist dies für dieses herrliche Land, das wir so gut in Erinnerung haben.

Wehmut kommt deshalb auf, als wir diesen Rückblick auf unsere Reise durch Myanmar schreiben.

ALLGEMEINES ZU MYANMAR

Inlandsflüge…
…waren in Myanmar eine witzige Sache. Die Check-in-Counter am Flughafen waren zum großen Teil noch nicht mit Computern ausgestattet, geschweige denn mit dem Internet verbunden. Dies schien der Grund zu sein, dass Bordkarten vorab bereits von Hand und / oder mit Hilfe von Stempeln ausgefüllt wurden. Bei drei von vier Inlandsflügen, die wir hatten, hatten wir keine zugewiesenen Plätze, sondern freie Sitzplatzwahl. Es war auch keine Seltenheit, dass ein Flieger in Myanmar (bis zu 15 Minuten) früher startete als geplant.
Somit musste man am Flughafen immer Augen und Ohren offenhalten, ob es nicht doch los geht, obwohl es noch gar nicht so weit war.

Autofahren…
…war in Myanmar eine recht entspannte Angelegenheit. Außerhalb der Städte waren maximal 100 km/h erlaubt. Unsere Fahrer hatten sich jedoch meist bei ungefähr 80 km/h eingependelt. Es herrscht Rechtsverkehr in Myanmar (der Linksverkehr wurde sofort abgeschafft, nachdem die Engländer das Land verließen), dennoch hatten die Autos das Lenkrad sehr oft auf der rechten Seite. Dies lag wohl daran, dass die Autos möglichst billig – aus dem auf Linksverkehr ausgerichteten Japan – importiert wurden.

Beim Überholen, was bei dem uns bekannten burmesischen Fahrstil sehr selten vorkam, hatte der Fahrer also erst recht spät freie Sicht. In Mandalay fielen uns Verkehrsschilder mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Stadt von 48 km/h auf. Wieso dort 48 und nicht eine glatte 50 steht, konnte uns aber niemand verraten.

Nachtleben in Yangon…
…gab es praktisch kaum, obwohl es die damals die Metropole in Myanmar war.
Die Einwohner der Stadt schienen die Sperrstunde, die es bis vor Jahren gab (und nun leider wieder gibt), noch „im Blut“ zu haben. Damals durfte man ab 09:00 Uhr am Abend das Haus nicht mehr verlassen. Entsprechend zeigte sich die Stadt auch noch bei unserem Besuch. Die Gehsteige waren am Abend hochgeklappt und überall war es dunkel.

Das Essen in Myanmar…
…war zwar stark an das indische Essen angelehnt (es gab sehr häufig Curry), aber zum Glück wurde in Myanmar kaum scharf gegessen. Nach zwei Wochen Urlaub konnten wir auf jeden Fall keinen Reis mehr sehen, den ein echter Burmese dreimal am Tag zu sich nimmt.

Straßenrestaurant in Myanmar

Englisch in Myanmar…
…erforderte so manches mal eine gewisse Vorstellungskraft, was denn gerade gemeint ist.
Die Burmesen scheinen den ein oder anderen Buchstaben gerne mal wegzulassen und betonen scheinbar alles auf die letzte Silbe. So wird aus ElecTRIcity schnell mal eine ElectriCITY, oder aus einem MOUNtain ein MounTAIN. Dennoch haben wir uns überall gut verständigt und es wurde erstaunlich oft englisch gesprochen. (siehe auch Link)

Religion und Aberglaube in Myanmar…
…gehörten praktisch zusammen, da der Aberglaube bei den Burmesen weit verbreitet ist.
Wichtig zu wissen war, dass bei dem in Myanmar (wie auch in Sri Lanka, Thailand, Laos, Kambodscha) praktizierten Buddhismus, dem Theravada-Buddhismus, in der Regel vier Buddhas verehrt werden. Diese sind Gotama Buddha, sowie Kakusandha, Konagamana und Kassapa. Ferner wurden in Myanmar die Nats verehrt. Nats sind (Schutz- und Natur-)Geister, von denen es landesweit insgesamt 37 verschiedene gibt.

Nats waren ehemals Menschen und haben allesamt einen gewaltvollen Tod gefunden. Wenn nicht durch Geschenke gnädig gestimmt, können sie boshaft und unberechenbar sein und sind daher auch auch für Unglück verantwortlich. Ein Paradebeispiel für die Verehrung der Nats fanden wir am Mount Popa, in der Nähe von Bagan.

Händlerin in Myanmar

Namensgebung in Myanmar…
…bezieht sich auf den Mensch als Person, aber nicht hinsichtlich der Abstammung.
Es gibt somit keine Nachnamen, der Vorname beinhaltet als eindeutiges Merkmal immer den Wochentag, an dem die entsprechende Person geboren wurde. Astrologische Aspekte werden bei der Namenswahl teils ebenso berücksichtigt. Frauen und Männer können in Myanmar somit den exakt gleichen Namen haben, obwohl sie keinerlei Bezug zueinander haben.

So – und jetzt zu unserer Rundreise durch Myanmar selbst.
Der Start unserer Myanmar-Reise war, wie bei wahrscheinlich 99,9% aller Myanmar-Reisenden, in

YANGON (RANGUN)

Hier besuchten wir als erstes die

Sule Pagode

eine achteckige Pagode in Yangons Stadtmitte.

Wie auch in anderen Pagoden in Myanmar, gibt es hier acht kleine Tempel die den Wochentagen zugeordnet sind. Da der Mittwoch Buddhas Geburtstag ist, zählt dieser als zwei Tage. Gläubige Burmesen verehren den Haupt-Buddha in der Pagode, abergläubische Burmesen (Aberglaube kommt sehr oft vor) verehren den Buddha am kleinen Tempel an dessen zugeordnetem Wochentag sie geboren wurden.

In meinem Fall ist dies ein Freitag, für den als Symbol das Meerschweinchen steht. Ein beispielhaftes Ritual ist, dem Buddha so oft Wasser über den Kopf zu gießen, wie man in Jahren alt ist, mindestens aber 5 mal.

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt, die auch durch viele teils gut erhaltene britische Kolonialbauten geprägt ist,

kamen wir zum

liegenden Buddha (Reclining Buddha)

in der Kyauk-htat-gyi-Pagode.
Rund 70 Meter lang ist dieser Buddha, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurde.

Mit seinen blau geschminkten Augen und rot lackierten Lippen mag er auf manche etwas kitschig wirken, beeindruckend ist er allemal – und so wie er aussieht einmalig in Myanmar.

Am Stadtrand von Yangon findet man den

Kriegsgräber-Friedhof

für Opfer des zweiten Weltkriegs in Myanmar.

Rund 30.000 britische Soldaten sollen auf diesem gepflegten und toll instand gehaltenen Friedhof beerdigt sein.
„Sie starben für die ganze freie Welt“ ist in die Säulen des Monuments eingemeißelt. Außerdem sind hier die Namen der für England im zweiten Weltkrieg gefallenen burmesischen und indischen Soldaten verewigt.
Noch ein Stückchen weiter stadtauswärts folgt ein toller, wenn auch kleiner,

lokaler Markt

dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt.

Lokale Märkte sind immer wieder ein schöner Ort, das Treiben der einheimischen Bevölkerung zu erleben.
Zu kaufen gibt es auf den lokalen Märkten alles, von Lebensmitteln, über Spielzeug bis zu Arzneimitteln und Sanitärbedarf, da die Märkte meist Einkaufsmärkte ersetzen und die einzige Gelegenheit für alle Art von Einkäufen sind. Unter anderem gibt es hier auch Thanaka.

Thanaka ist die gelblich-weiße Paste, die aus Baumrinde gewonnen wird und von den Frauen in Myanmar als Sonnenschutz, aber auch als Art Make-Up im Gesicht getragen wird.

Ein schöner und entspannter Zeitvertreib, abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten, ist eine Fahrt mit dem

Circular Train

Dieser Zug fährt in Endlosschleife um die Stadt, ist aber nicht nur eines der Hauptverkehrsmittel in Yangon. Im Zug herrscht auch geschäftiges Treiben.

Immer wieder laufen Händler durch die Wagons und verkaufen Eier, Erdnüsse, Äpfel, Betelnüsse, geröstete Insekten, Spielzeuge, Wasser, frisch angemachte Salate, usw. Ein rollender lokaler Markt.

Die drei wichtigsten Heiligtümer in Myanmar sind der Golden Rock bei Kyaikto, die Mahamuni Pagode in Mandalay und die

Shwedagon Pagode in Yangon

Acht Haarrelikte Buddhas werden in der Shwedagon Pagode aufbewahrt, die, mit rund 100 Metern Höhe, weithin über die Stadt sichtbar ist und sich im Zeitraum um Sonnenuntergang von ihrer schönsten Seite zeigt.

Eingang zur Shwedagon-Pagode in Yangon in Myanmar

Entsprechend sollte man am späten Nachmittag vom westlichen der vier Zugänge kommen, da die Pagode dann förmlich im Licht der tief stehenden Sonne erstrahlt.

Es gibt Unmengen an verschiedenen Stätten um die Shwedagon Pagode an denen gebetet, meditiert oder verehrt wird. Uns blieb am meisten der Tempel in Erinnerung, an dem junge, festlich gekleidete Burmesinnen, in dem sie Goldplättchen auf den dicken Bauch einer kleinen Figur klebten, darum baten, auch endlich schwanger zu werden.

Die Shwedagon Pagode ist wirklich ein magischer Ort.

Von der größten Stadt in Myanmar fuhren wir weiter zum

GOLDEN ROCK

einem weiteren der drei wichtigsten Heiligtümer in Myanmar.

Dass man das Ziel bald erreicht, wird einem klar, sobald man den riesigen

sitzenden Buddha

sieht, der beim Städtchen Kyaikto erbaut wurde – ein Koloss mit rund 80 Metern Höhe.

Die Bauarbeiter, die vom Bambusgerüst aus, Reparaturarbeiten am Buddha ausgeführt haben, wirkten wie kleine Miniaturfiguren an der riesigen Statue.

Nach weiteren circa 10 Minuten Fahrtzeit erreicht man das „Camp“ in Kyaikto.

Hier beginnt der Höllenritt, über 33 Hügel hoch, zum

Golden Rock

Sieben Reihen Sitzbänke sind auf den Ladeflächen der LKWs montiert, die einen den Berg hoch bringen.

6 Personen müssen mindestens nebeneinander sitzen, denn nur wenn der LKW mit 42 Personen beladen ist, darf er losfahren. Dies wird auch streng kontrolliert.

Dabei wird auch keine Rücksicht darauf genommen, dass der durchschnittliche mitteleuropäische Touristen-Hintern etwas breiter ist als der durchschnittliche südostasiatische Pilger-Hintern, für den die Gefährte eigentlich ausgelegt zu sein scheinen.
Egal, eng aneinander gedrückt und das Knie in den Allerwertesten des Vordermann gebohrt, brachten wir die 45-minütige Kamikaze-Fahrt hinter uns und erreichten schließlich, um ein Rückenleiden reicher, das Ziel.

Als wir dann den Golden Rock das erste Mal sahen, war die Fahrt schnell vergessen.
Der Ort ist so magisch und berührend – da war es auch schon egal, dass der Golden Rock halbseitig eingerüstet war.

Drei Haare Buddhas sollen den rundlichen Felsen vor dem Herunterstürzen ins Tal hindern.

Speziell im Licht der untergehenden Sonne, wenn der Fels ständig wechselnde Goldtöne zeigt, macht sich eine irrationale Stimmung breit.

Um den Sonnenuntergang am Golden Rock zu erleben, sollte man mindestens eine Übernachtung oben am Berg einplanen.

Am folgenden Tag genossen wir mehrere Tempel in der Umgebung, einen kleinen Wasserfall bei dem auch gebadet werden kann und eine Fahrt mit der Seilbahn (ein hochtechnisches, koreanisches Investment, das eigentlich gar nicht in die andächtige Umgebung passt),

ehe wir zu Fuß zu den

1000 Buddhas

aufbrachen.

Um die 1000 Buddhas zu erreichen, läuft man den Bergkamm entlang, am Golden Rock vorbei, unzählige Stufen hoch und runter, um danach weitere unzählige Stufen wieder hoch und wieder runter zu laufen. Immer weiter hoch und runter. Bis man nach ungefähr einer Stunde schweißtreibender Wanderung an der kleinen Buddha-Ansammlung ankommt.

Die 1000 Buddhas sind nichts berauschendes, kein wirkliches Must-See, aber es ist ein hübscher, friedvoller Ort, der gut zur Stimmung um den Golden Rock passt.
Trotz des vielen geflossen Schweißes (oder gerade deswegen?), waren wir froh dort gewesen zu sein.

Als Belohnung konnten wir auf dem Rückweg nochmal den Golden Rock im Sonnenuntergang sehen – nun nicht nur mit Gerüst, sondern noch dazu teilweise mit Plane, aber auch das tat der magischen Stimmung keinen Abbruch.

Nach der zweiten Nacht oben auf dem Berg, ging es am nächsten Tag zurück in Richtung Yangon. Auf der Fahrt dorthin machten wir ausgiebig Halt in

BAGO

Jeden Morgen um 10:30 Uhr wird in der

Kyrie Kha Wie Monastery

für rund 350 dort lebende Mönche das Essen ausgegeben.

In Reih‘ und Glied, ähnlich einer Prozession, laufen die Mönche innerhalb des Klosters zu einer riesigen Reisschüssel, um ihre Portion zu erhalten.

Unterwegs bekommen sie dabei auch Essens- und Geldspenden von den einheimischen Gläubigen. Mit der letzten Mahlzeit des Tages verschwinden die Mönche dann im Speisesaal.

Die

Shwe-maw-daw-Pagode

ist mit knapp 114 Metern noch höher als ihre bekanntere Schwester, die Shwedagon Pagode in Yangon.

Die Shwe Maw Daw Pagode ist das Wahrzeichen von Bago und das bedeutendste Heiligtum der Stadt.

In der Shwe Maw Daw Pagode kann man auch den Beweis dafür finden, wie sehr abergläubisch die Burmesen sind. Im Tempelkomplex ist ein nämlich Astrologe angesiedelt, von dem man sich in verschiedenen Lebenssituationen beraten lassen kann.

Der vielleicht schönste liegende Buddha in Myanmar ist in der

Shwe-tha-lyaung-Pagode

zu finden.

Folgende Maße für den Buddha sind unter anderem im Tempel in einem Schaubild angegeben:
Länge: 54,88 m
Höhe: 16 m
Gesicht: 6,86 m
Augenbraue und Lid: 2,29 m
Für das, dass dieser liegende Buddha nicht einer der größten ist, ist er dennoch schon ein Riese.

Dargestellt wird das Sterben Buddhas, durch das er das Nirvana erlangt und auf Grund dessen er den lächelnden und heiteren Gesichtsausdruck hat.
In jede Fußsohle des Buddhas sind kreisförmig 108 Glückssymbole eingearbeitet.

In der

Kyaik-Pun-Pagode

stellen vier sitzende Buddhas den Gotama Buddha, sowie seine Vorgänger Kakusandha, Konagamana und Kassapa dar.

Die Statuen sind 30 Meter hoch.

Zu guter Letzt haben wir in Bago noch die

Mya-thar-la-yainge-Pagode

besucht.
Dieser liegende Buddha ist mit rund 90 Metern erheblich größer als sein Pendant in der Shwe-tha-lyaung-Pagode. Dafür ist er aber lange nicht so schön.

Zurück in Yangon fuhren wir direkt den Flughafen an, um nach

BAGAN IN MYANMAR

weiter zu fliegen.

Bagan ist einerseits ein riesiges Gebiet auf einer Ebene, die sich von Ayeyarwaddy-Fluss in Richtung Landesinnere erstreckt. Mehr als 2000 Tempel und Pagoden, allesamt rund 800 Jahre alt, sind im Bereich dieser Ebene verteilt.

Anderseits ist Bagan eine Stadt – unterteilt in Old-Bagan und New-Bagan.
1990 mussten alle Bewohner das heutige Old-Bagan verlassen, da dies in eine rein historische Stätte umgewandelt werden sollte. Als neuer Wohnort wurde New-Bagan gegründet, wohin mit Mann, Maus und Bambushütte gezogen werden musste.

Der Start unserer Besichtigungen war am

lokalen Markt

in Nyaung U.

Auch hier kann man beginnend mit Obst und Gemüse, über Eier, Fisch und Fleisch, bis zu Kleidung und Spielzeug alles erwerben, was das Herz begehrt.

Natürlich gab es auch hier wieder Thanaka – einerseits zu kaufen, anderseits getragen von den einheimischen Frauen.

Der „local market“ von Nyaung U ist sehr groß und alles ist dicht gedrängt. Aber wie in ganz Myanmar, fühlt man sich auch hier ganz und gar nicht fremd – Dank des aufgeschlossenen und toleranten Verhaltens der Einheimischen.

Von den mehr als 2000 Tempeln und Pagoden suchte unser weiblicher Guide Thinzar die Folgenden für eine Besichtigung aus: die Shwezigon Pagode, den Gubyauk-gyi Tempel, den Ananda Tempel, sowie den Manuha und Nanpaya Tempel.

Die Shwezigon Pagode

liegt nahe Nyaung U, in Richtung Bagan.

Sie ist das höchste Heiligtum in Bagan und mit ihrer Form das Vorbild für alle weiteren Pagoden, die in Myanmar gebaut wurden.

41 Jahre betrug die Bauzeit dieser Pagode im 11. Jahrhundert.
Der Standort der Pagode wurde der Legende nach gefunden, in dem der damalige König einem Elefanten einen Zahn Buddhas auf den Rücken band. Dort, wo sich der Elefant niederlegte, wurde die Shwezigon Pagode erbaut.

Der

Gubyauk-gyi-Tempel

ist weniger wegen des Baustils beeindruckend, als mehr durch die Wandmalereien, die es in diesem kleinen Tempel ehemals reichlich gab und teilweise noch gibt.

Ausgerechnet ein Deutscher, ein gewisser Herr Thomann, stahl große Flächen dieser Malereien und verkaufte sie von Myanmar nach Deutschland ins Hamburger Völkerkundemuseum. Mit einem Schriftzug hat sich Herr Thomann noch dazu im Tempel verewigt.

Ein wahres Kunstwerk ist der

Ananda Tempel

Dieser Tempel wurde ebenfalls im 11. Jahrhundert erbaut.

Vier, fast 10 Meter hohe Buddha-Figuren stehen im Zentrum dieses Tempels.
Diese Figuren wurden aus Holz hergestellt und nachträglich verputzt.

Zum Zentrum des Tempels, sowie um das Zentrum, führen Gänge, die immer wieder unterbrochen sind, so dass ausreichend Licht auf die Buddhas im Inneren fällt.
Die Gänge sind mit Nischen versehen, in denen wiederum kleine Buddhas sitzen.
Bewacht werden die Zugänge von bunten Tempelwächterfiguren.

Der Ananda Tempel war unser Favorit unter allen gesehenen Tempeln in Bagan.

Südlich von Old Bagan findet man die

Manuha und Nanpaya Tempel

Im Manuha Tempel sitzt ein eng ummauerter, großer Buddha, der die „Beklommenheit“ des damaligen Regenten darstellen soll, der wiederum diesen Tempel erbauen ließ.

In einem Nebenraum gibt es noch einen liegenden Buddha.

Der Nanpaya Tempel ist außen mit kunstvollen Reliefs verziert.
Im Inneren fehlt die Buddha-Statue, weshalb man sich auch nicht sicher ist, ob dieser Tempel nicht ursprünglich eher ein hinduistischer Tempel war.

Der

Sonnenuntergang über Bagan

bot an diesem Abend, trotz der aufziehenden Wolken, ein „Spektakel in gold“.

Ebenso viel Glück hatten wir am nächsten Morgen, denn um 04:45 Uhr ging es zu unserer

Ballonfahrt über Bagan

Glück hatten wir deshalb, da es erst ab November relativ sicher ist, dass die Ballone aufsteigen dürfen. Im Oktober gehört immer noch eine ordentliche Portion Glück dazu, die wir aber hatten. Am Folgetag mussten alle Ballonfahrten wegen des Wetters abgesagt werden.

Nicht nur die Ballonfahrt selber, sondern das gesamte Ereignis, waren eine logistische Meisterleistung. Am Abflugort wurde regelrecht ein kleines Camp aufgebaut, wo es Frühstück gab, eine kleine mobile Feldküche und es gab WCs.
Von unserem Veranstalter Oriental Ballooning gingen an diesem Tag 5 Ballone in die Luft, die allesamt schon bereit zum Befüllen am Boden lagen.

Jeder Ballon hatte ein Team bestehend aus dem Piloten (allesamt Engländer), 10 burmesischen Helfern und 1 burmesischen Traktorfahrer, die allesamt genau wussten, wann durch wen was wie zu tun ist.

Nach einem kurzen Briefing wurde man dann „seinem“ Ballon zugewiesen und man durfte das Befüllen des Ballons mit „normaler“ aber heißer Luft bestaunen, solange bis die Luft im Ballon auf 95°C aufgeheizt war.

Dabei machte sich unter allen Beteiligten eine melancholische, berührte, besinnliche, demütige, kaum zu beschreibende Stimmung breit.

Sobald die 95° Lufttemperatur erreicht waren, konnten wir schnell einsteigen und schon ging es ab in die Lüfte.
Unser Pilot Chris klärte uns dann dahingehend auf, dass man in Deutschland ein Ballon fährt, in England (und auch in Myanmar) dagegen einen Ballon fliegt.

Die eigentliche Fahrt dauerte dann circa 45 Minuten und brachte uns in südwestliche Richtung zu den Sandbänken im Ayeyarwaddy Fluss, während wir die unglaubliche Pagodenlandschaft Bagans zu unserer „Linken“ hatten.

Ein Ausblick, den man sicher nie mehr vergisst.

Etwas hatten wir uns dann schon gewundert, dass wir tatsächlich auf einer Sandbank mitten im Fluss gelandet sind – aber die logistische Meisterleistung ging weiter. Es kamen 5 Boote mit den 5 von oben bekannten Teams, sowie weitere 5 Boote, die die Passagiere der Ballonfahrt später ans Ufer zurückbrachten. Die eingespielten Mannschaften bauten für jeden Ballon einen Platz zum Sektfrühstück auf, während parallel die Ballone „rückgebaut“ und auf den Booten verstaut wurden.

Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei, die Sandbank sah wieder aus als wären wir niemals da gewesen und wir waren als „zertifizierte“ Ballonfahrer auf unserem Boot auf dem Rückweg aufs Festland.

Nach einem entspannten Nachmittag, im Geiste immer noch in der Luft, fuhren wir am nächsten Tag zum

Mount Popa

Den Mount Popa erreicht man von Bagan aus nach ungefähr 1,5 Stunden Autofahrt.
Eigentlich ist Mount Popa gar nicht Mount Popa, denn Mount Popa ist mit 1518 Metern Höhe ein richtiger Berg. Wenn wir nun vom Mount Popa reden, meinen wir jedoch den Taung Kalat und dieser ist nur 737 Meter hoch.

Der Taung Kalat (oder eben im Sprachgebrauch Mount Popa) ist ein Vulkankegel, der sich recht dominant aus der Landschaft erhebt und auf dessen Plateau oben ein Tempel ist.

Der Legende zufolge lebte eine Frau namens Popa Medaw auf diesem Berg, von dessen Blumen sie sich ernährte. Nur Auserwählten erschien sie als Schönheit, dem Rest als Dämon. Ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Krieger des Königs musste regelmäßig zum Berg um Blumen zu holen und verliebte sich dabei in Popa Medaw. Da er viel Zeit mit Popa Medaw verbrachte, kam er oft zu spät zum König zurück und wurde deshalb getötet. Popa Medaw starb daraufhin an gebrochenem Herzen. Beide, der Krieger und Popa Medaw, wurden zu Nats, zu Schutzheiligen, und Mount Popa bekam seinen Namen von Popa Medaw.

Der Tempel auf dem Mount Popa ist nicht, wie fast alle anderen Tempel in Myanmar, dem Buddha, sondern den Nats, den Schutzheiligen, gewidmet.

Mehr als 800 Stufen muss man bewältigen, bis man schweißgebadet den Tempel erreicht hat.

Vorletzte Station unseres Aufenthalts in Myanmar war dann

MANDALAY

Mandalay ist die zweitgrößte Stadt in Myanmar und ebenfalls eine ehemalige Hauptstadt bzw. Königsstadt.
Direkt an Mandalay angeschlossen sind die weiteren alten Königsstädte Amarapura, Inwa und Sagaing.

Unsere Sightseeing-Tour startete mit dem

Teakholz-Tempel und dem Nan Myint Aussichtsturm

Zu beiden kann man mit einer Pferdekutsche gefahren werden, aber beide sind, unserer Meinung nach, nicht unbedingt einen Besuch wert.

Um einiges sehenswerter ist

Maha-Aung-Mye-Bonzan-Monastery

Im Jahre 1818 erbaut, bereits 20 Jahre später durch ein Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde das Kloster zum Ende des 19. Jahrhunderts wieder renoviert und macht bis heute einen guten Eindruck.

Der folgende Nachmittag auf dem Sagaing Hügel versöhnte uns dann aber um so mehr.
Drei traumhafte Pagoden haben wir unter den unzähligen Stupas, Tempeln und Klöstern dort besucht, zunächst die

Kaung-hmu-daw-Pagode

In der 400 Jahre alten, in Myanmar einmaligen kuppelförmigen Pagode, die der „perfekten Brust einer üppigen Königin“ nachempfunden sei, ist ein Zahn Buddhas aufbewahrt.

Vor wieder einmal strahlend blauem Himmel war diese Pagode ein wahres architektonisches Highlight.

Die

U-min-thonsei-paya oder auch 30-Höhlen-Pagode

findet man ebenfalls auf dem Sagain Hügel.
30 Eingänge führen bei dieser sichelförmig gebauten Pagode zu 45 sitzenden Buddhas.

Von außen erstrahlt diese Pagode in den herrlichsten Pastellfarben. Die 30-Höhlen-Pagode war für uns eine der schönsten Pagoden in Myanmar.

Ebenfalls nicht enttäuscht wurden wir bei der

Sun-U-Ponya-Shin-Pagode

Hier ist weniger die Pagode selbst das Highlight.

Die tolle Aussicht vom Sagaing Hügel auf die Umgebung, samt Ayeryawaddy und Pagodenlandschaft, macht den Besuch dieses Tempels so lohnenswert.

Den Abschluss des Tages mit einem bewölkten Sonnenuntergang erlebten wir an der

U-Bein-Brücke

in Amarapura. Die 1,2 km lange, aus Teakholz gebaute Brücke, überquert den Taungthamansee.
Den Namen hat sie von ihrem Erbauer, Mr. Bein, wobei das „U“ im Namen der Brücke in der burmesischen Sprache für „Mister“ steht.

Wenn man, wie wir, nicht schwindelfrei ist, ist es nicht unbedingt empfehlenswert über die Brücke zu laufen, da das Gedränge riesig ist, es aber keine Geländer gibt.

Da war es schon sicherer den Sonnenuntergang vom Ruderboot aus anzusehen, welches man für 20.000 Kyatt samt Ruderer mieten kann.

Am kommenden Morgen sind wir als erstes zur

Mahamuni Pagode

mit ihrem goldbeladenen Buddha gefahren. Die Mahamuni Pagode ist eine der drei heiligsten Stätten in Myanmar.
Der Buddha in der Pagode hat eine 15 cm dicke Schicht aus Blattgold am Körper, lediglich der Kopf darf nicht beklebt werden.

Das Bekleben der Buddhas mit Blattgold bleibt übrigens ausschließlich den Männern vorbehalten. Jeden Morgen um 04:00 Uhr wird das Gesicht des Buddha gewaschen und die Zähne werden geputzt. Das Waschwasser steht dann für die Gläubigen bereit, damit sich diese damit selber „segnen“ können.

Der Legende nach, bat der König von Mandalay Buddha nach seinem Besuch in Mandalay darum, ein Abbild von sich zurückzulassen. Buddha setzte sich darauf hin meditierend unter einen Baum, während dessen wurde innerhalb einer Nacht diese Statue geschaffen.

Vorbei am

Shwenandaw Kyaung

dem goldenen Teakholz-Kloster mit wirklich tollen Holzschnitzereien ging es zur

Kyauk-taw-gyi-Pagode

mit dem dicken sitzenden Buddha, der aus einem einzigen Marmorblock gefertigt wurde.

Das größte Buch der Welt findet man in der

Kutho-daw-Pagode

In 729 Marmortafeln, die in 729 schneeweißen Pavillons stehen,

sind die heiligen buddhistischen Schriften eingraviert. Im Jahre 1868 wurde dieses Bauwerk fertiggestellt.

Die Pagode selbst ähnelt der Shwezigon-Pagode in Nyaung-U in Bagan.

Den Sonnenuntergang genossen wir an diesem Abend vom

Mandalay Hill

aus.
Hoch kommt man mittels Rolltreppen und runter mit dem Aufzug – dies ist zumindest die Variante, die wir gewählt haben.

Man kann auch den kompletten Hügel, bis zum Aussichtspunkt, über unendlich viele Stufen, hoch laufen. Dies dauert angeblich eine knappe Stunde – wir waren nach einem anstrengenden und langem Sightseeing-Tag eindeutig zu faul zum Laufen.
Endlich ein Berg, den man hochkommt, ohne einen oder mehrere Schweißausbrüche zu haben.

Beim Warten auf den Sonnenuntergang wurden wir ausgiebig zu allem Möglichen von Klosterschülern befragt, welche ihr Englisch anwenden bzw. aufbessern wollten.

Unser letztes Ziel während dieses Urlaubs war der

INLE SEE

Wenn man am Flughafen in Heho landet, macht es Sinn, auf dem Weg zum Inle-See, zunächst die

Pindaya Höhle

zu besuchen, da diese in entgegengesetzter Richtung zum See liegt.

Um die Pindaya Höhle rankt sich eine ähnlich romantische Legende, wie um Mount Popa.

Der Legende nach gingen 7 Feen täglich zum See in Pindaya baden. Auf dem Rückweg wurden sie eines Tages von einem Unwetter überrascht, so dass sie Schutz in einer Höhle finden mussten. Über die Nacht wurde jedoch der Höhleneingang von einer großen Spinne mit einem Netz zugewebt.

Daraufhin schrieen die Feen um Hilfe, ein vorbeikommender Prinz tötete die Spinne mit Pfeil und Bogen und rief „die Spinne ist getötet“ – was in etwa so viel wie „Pindaya“ auf burmesisch heißt – befreite die Feen und heiratete die jüngste und hübscheste der 7 Damen.
Woher die Höhle ihren Namen hat, kann sich jetzt jeder denken.

Entsprechend sind am Eingang zur Anlage auch der Prinz mit Pfeil und Bogen, die sieben Feen und die Spinne in Lebensgröße als Figuren dargestellt.

Zwei Aufzüge bringen die Besucher dann zum Höhleneingang hoch, von wo aus man eine tolle Aussicht auf die sattgrüne Landschaft hat.

Mehr als 8000 Buddha-Statuen sind in der Pindaya-Höhle zu finden.
Zunächst sind rechter Hand kleine, goldene Buddha-Figuren am Felsen modelliert.

Dann geht es weiter in die Höhle, wo man gemauerte und verputzte Buddhas findet, Buddhas aus Teakholz und auch Marmor-Buddhas – von winzig klein bis geschätzt drei Meter hoch.

Besonders verehrt werden die beiden schwarzen „schwitzenden Buddhas“.

Durch ihren Platz an einem Durchgang bildet sich ständig Kondenswasser auf den Körpern der beiden Buddhas, welches von den Pilgern als „Schwitzen“ interpretiert wird. Deshalb reiben sich die Pilger mit dem „Schweiß“ der beiden Buddhas ein, was wohl besonders viel Glück bringen soll.

Die Pindaya Höhle ist nicht unbedingt ein Geheimtipp.
Uns hat es aber wirklich unheimlich gut bei und in der Pindaya Höhle gefallen und der Umweg auf dem Weg zum Inle-See war es allemal wert.

Dann ging es endlich zum

Inle See

Unser „Basislager“ hatten wir, mitten im See, im Paramount Inle Resort aufgeschlagen.

Dort gönnten wir uns, nach den vielen gewonnenen Eindrücken der letzten Tage, dem vielen frühen Aufstehen und auch der ein oder anderen Anstrengung, erstmal ein paar Stunden Ruhe.

Man kommt ohne Vorplanung gar nicht erst in die Verlegenheit, etwas unternehmen zu können, wollen oder müssen, da man in der Anlage ohne Boot festsitzt und keine Chance hat weg zu kommen.

Es gibt zwar theoretisch Internet, aber das war so grottenschlecht, dass man praktisch wirklich von der Außenwelt abgeschnitten war. Wenn man sich an diese Abgeschiedenheit von der Welt erstmal gewöhnt hat, ist das auch mal ganz schön! Myanmar pur!

Am Nachmittag des Folgetags haben wir uns das erste Mal wieder bewegt und sind mit dem Boot nach

Mine Thout

gefahren.

Es gibt nichts Spektakuläres in Mine Thout,

aber auf der Fahrt dorthin sieht man die ersten Einbein-Fischer (Einbein-Ruderer)

und man kann die ersten Eindrücke vom Inle-See sammeln.

Am nächsten Morgen starten wir unsere Inle-See-Entdeckungstour.
Zunächst fuhren wir das

In Dein Village

an.

Dort machte an diesem Tag der „5-day-market“ halt.
Am Inle See tingelt der Markt immer so weiter, dass er jeweils nach 5 Tagen wieder im selben Dorf ankommt.

Auf dem sehr einfachen Markt wird alles angeboten, was man so brauchen kann: Fleisch, Fisch, Spielzeug, Hygiene-Artikel und ein Frisör ist auch dabei.

Mit der

Shwe-in-tain-Pagode

gibt es im Dorf noch ein „Klein-Bagan“.

Eine Vielzahl von kleinen Tempeln und Pagoden – genau sind es angeblich 1065 Stück – findet man auf der anderen Flussseite im noch unrenovierten Zustand. Myanmar hat sich den Beiname „Land der Pagoden“ wirklich verdient.

Teils sind die Figuren an den Eingängen zu den Pagoden noch gut erhalten, teils werden die Tempel von Pflanzen überwuchert wie in Angkor und befinden sich in einem malerisch verfallenen Zustand. Wenn ihr am Inle See seid, solltet Ihr unbedingt dort vorbeischauen – es lohnt sich.

Eine schöne Pagode, die man unbedingt besuchen sollte, ist

Phaung Daw U

Fünf Buddhas, die als solche nicht mehr zu erkennen sind, sitzen im Mittelpunkt dieser Pagode. Über und über sind die kleinen Kerlchen mit Blattgold beklebt.

Während des Phaung Daw U Pagodenfests im Jahr 1965, kenterte eines der Karaweikschiffe.
Dummerweise war es genau das, mit den fünf Buddhas an Bord.
Vier der fünf Buddhas wurden am Grund des Inle-Sees wieder gefunden, die fünfte Statue blieb beim Suchen unauffindbar. Der fünfte, vermisste Buddha tauchte aber einen Tag später an seinem alten Platz wieder auf – wie dies passierte weiß angeblich bis heute niemand.

Fakt ist, dass bei allen weiteren Pagodenfesten nun nur mehr vier Buddhas auf Reise gehen durften und dürfen. Der fünfte Buddha bleibt im Tempel. Safety First!

Am Inle-See gibt es natürlich auch die „schwimmenden Dörfer“, die jedoch nicht – wie am Tonle Sap in Kambodscha – wirklich schwimmen, sondern deren Häuser auf Holzstützen in den flachen See gebaut sind.

Ein Paradebeispiel für ein schwimmendes Dorf ist das

Inn Paw Khone Village

Weiterhin gibt es die schwimmenden Gärten im Inle-See.

In den Wurzeln der Wasserhyazinthen sammelt sich nach und nach der Schlamm, so dass über die Zeit eine rund 1 Meter dicke, schwimmende Humusschicht entsteht.
An Ort und Stelle werden diese schwimmenden Gärten gehalten, in dem man sie mit langen und dicken Bambusrohren im Seegrund verankert.
Bestellt werden die schwimmenden Gärten vom Boot aus.

Ein hübsches Kloster ist das

Thalay-Kyaung

Hierbei handelt es sich um ein circa 200 Jahre altes Holzkloster, in welchem wunderschöne Altäre und Statuen zu bewundern sind.

Hierher kommen die Mönche zum Meditieren.

Das Thalay-Kyaung war der letzte Ort, den wir am Inle See und während unserer ersten Myanmar Reise besichtigt haben.
Speziell für das Ende einer Reise empfanden wir den Inle See als perfekten Ort, um etwas auszuruhen und um die beeindruckenden vergangenen Tage in dem tollen Land Myanmar Revue passieren zu lassen.

Unser Fazit

Mit Sicherheit werden wir nach Myanmar zurückkommen, wenn die Militär-Diktatur hoffentlich bald beendet ist. Denn, Myanmar und die Burmesen muss man einfach mögen. Hoffentlich haben die Burmesen bald einen Grund wieder so zu strahlen, wie wir es erleben konnten.

Bist Du auch ein Freundin Südostasien? Weitere Berichte und viele Bilder – zum Beispiel von Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha – findest Du hier.

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