3 Tage an der Baie de Somme im Herbst: faszinierende Hotspots zur Vogelbeobachtung und spektakuläre Naturfotografie

Die Baie de Somme im Herbst entdecken: Wir besuchen den Parc du Marquenterre, Hâble d’Ault und Pointe du Hourdel und erleben den Vogelzug.

🍂 Baie de Somme im Herbst – ein Abenteuer zwischen Watt, Dünen und Zugvögeln

Ende Oktober zieht es uns wieder hinaus in die Natur. Vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 verbringen wir drei Tage an der französischen Kanalküste, genauer gesagt an der wunderschönen Baie de Somme in der Picardie.

Lage der Baie de Somme (Somme-Bucht) in der Picardie in Frankreich

Unser Ziel ist es, die faszinierende Vogelwelt dieser außergewöhnlichen Landschaft kennenzulernen, den herbstlichen Vogelzug zu beobachten und möglichst viele spannende Begegnungen mit der Kamera festzuhalten. Obendrein freuen wir uns natürlich auch über die hoffentlich ein oder andere Robbe, die es dort ebenfalls gibt.

Auf unserem Programm stehen drei besonders interessante Beobachtungsgebiete: der bekannte Parc du Marquenterre, das Küstengebiet Hâble d’Ault und die Pointe du Hourdel. Jedes dieser Gebiete besitzt seinen eigenen Charakter und bietet unterschiedliche Möglichkeiten, Vögel zu beobachten und zu fotografieren.

Wir sind gespannt, welche Arten wir tatsächlich entdecken werden. Denn Ende Oktober befindet sich die Vogelwelt im Übergang vom Herbstzug zur Überwinterung. Während einige Zugvögel ihre Reise in wärmere Regionen bereits abgeschlossen haben, treffen andere Arten aus dem Norden ein, um an der französischen Atlantik- und Kanalküste den Winter zu verbringen.

Wir hoffen auf große Schwärme rastender Watvögel, Enten auf den Wasserflächen, durchziehende Singvögel und vielleicht auch auf die eine oder andere seltenere Überraschung.

Am Ende dieses Foto- und Reiseberichts werden wir dann sehen, ob die Natur zuverlässig war und es so gut mit uns meinte, dass wir hoffentlich viele Haken unter „tatsächlich gesehen“ setzen können.

🌊 Baie de Somme – eines der bedeutendsten Naturparadiese Nordfrankreichs

Die Baie de Somme liegt in der Region Hauts-de-France am Ärmelkanal und gehört zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften der französischen Küste. Die weitläufige Flussmündung der Somme wird von Salzwiesen, Wattflächen, Dünen, Sandstränden, Feuchtgebieten und Lagunen geprägt.

Das Besondere an dieser Landschaft ist ihr ständiger Wandel. Mit Ebbe und Flut verändern sich die verfügbaren Nahrungsflächen für die Vögel. Bei Niedrigwasser fallen große Wattbereiche trocken, in denen zahlreiche Würmer, Muscheln und andere wirbellose Tiere leben. Für Watvögel sind diese Flächen ein reich gedeckter Tisch. Bei auflaufendem Wasser werden die Tiere zunehmend auf verbleibende Schlickflächen, Sandbänke und geschützte Rastplätze gedrängt.

Die Baie de Somme ist deshalb nicht nur ein wichtiger Lebensraum für die heimische Vogelwelt, sondern auch ein bedeutender Rast- und Überwinterungsraum für Zugvögel. Ihre unterschiedlichen Lebensräume können es uns ermöglichen, innerhalb weniger Tage ganz verschiedene Vogelgemeinschaften zu beobachten.

Auch landschaftlich ist die Region ein Traum für Naturfotografen. Nebelschwaden über den Salzwiesen, tief stehendes Herbstlicht, Spiegelungen auf den Wasserflächen und große Vogelschwärme am Himmel schaffen Motive, die weit über klassische Vogelporträts hinausgehen. Hoffen wir, dass auch das Wetter tatsächlich mitspielt.

Le Crotoy an der Baie de Somme - gesehen vom Bassin de chasse du Crotoy
Le Crotoy an der Baie de Somme – der Blick vom Bassin de chasse du Crotoy

Warum ist die Baie de Somme Ende Oktober besonders interessant?

Der Herbst ist eine spannende Zeit für die Vogelbeobachtung. Der sommerliche Brutbetrieb ist vorbei, viele Jungvögel sind selbstständig und zahlreiche Arten befinden sich auf dem Weg in ihre Winterquartiere.

Ende Oktober können wir insbesondere mit folgenden Vogelgruppen rechnen:

  • Watvögel: Alpenstrandläufer, Knutts, Sandregenpfeifer, Große Brachvögel, Rotschenkel und weitere Limikolen.
  • Wasservögel: Stockenten, Pfeifenten, Krickenten, Schnatterenten, Brandgänse und je nach Witterung weitere durchziehende oder überwinternde Enten.
  • Reiher und andere Feuchtgebietsbewohner: Graureiher, Silberreiher und mit etwas Glück weitere Arten.
  • Möwen und Seeschwalben: vor allem verschiedene Möwenarten; bei geeigneten Bedingungen sind auch weitere Küstenvögel unterwegs.
  • Singvögel des Herbstzuges: beispielsweise Rotkehlchen, Drosseln, Finken und verschiedene Meisen. In geeigneten Lebensräumen können auch seltenere Durchzügler auftauchen.
  • Greifvögel: Mäusebussarde, Turmfalken und möglicherweise weitere Arten, die über den offenen Landschaften nach Nahrung suchen.


Welche Arten wir tatsächlich sehen, hängt stark von Wetter, Windrichtung, Wasserstand und den jeweiligen Rastbedingungen ab. Ein kräftiger Nordostwind kann beispielsweise den Zug beeinflussen und Vögel an die Küste führen. Milde Witterung kann dagegen dazu beitragen, dass manche Arten ihren Weiterzug zunächst fortsetzen.

3 Hotspots, die wir erkunden wollen

🐦 Parc du Marquenterre – das berühmte Vogelparadies der Baie de Somme

Der Parc du Marquenterre gehört zu den bekanntesten Zielen für Vogelbeobachter in Frankreich. Er liegt im Gebiet der Gemeinde Saint-Quentin-en-Tourmont und befindet sich im Herzen des Naturraums der Baie de Somme.

Der Parc du Marquenterre liegt am nördlichen Rand der Baie de Somme

Der Park ist in eine Landschaft aus Feuchtwiesen, Schilfbeständen, Wasserflächen und weiteren Lebensräumen eingebettet. Seine angelegten Beobachtungspfade und Beobachtungshütten ermöglichen es, Vögel aus vergleichsweise geringer Entfernung zu beobachten, ohne sie unnötig zu stören.

Nach Angaben des Parks wurden hier bereits mehr als 300 Vogelarten nachgewiesen. Die verschiedenen Beobachtungspunkte eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf die Wasserflächen und ihre Bewohner. Gerade für Fotografen ist das interessant, denn je nach Licht, Wasserstand und Aufenthaltsort der Vögel ergeben sich ganz unterschiedliche Motive.

Was erwartet uns Ende Oktober im Parc du Marquenterre?

Der Besuch fällt in eine besonders interessante Übergangszeit. Die letzten Herbstzügler können noch unterwegs sein, während gleichzeitig die Zahl der überwinternden Wasservögel zunimmt.
Um die Vorfreude zu steigern, haben wir uns wieder von ChatGPT eine Auflistung erstellen lassen, was wir im Parc de Marquenterre mit welcher Wahrscheinlichkeit sehen könnten:


Unsere Erwartungen an die Vogelbeobachtung

Der Parc du Marquenterre ist für uns das Ziel, an dem wir die größte Vielfalt an unterschiedlichen Feuchtgebietsvögeln erwarten und erhoffen. Die angelegten Beobachtungsstellen erleichtern es, auch kleinere Arten systematisch zu suchen.

Eine Garantie für bestimmte Arten gibt es allerdings nicht. Selbst in einem ausgezeichneten Vogelgebiet kann die Artenzusammensetzung von Tag zu Tag wechseln.

Wir möchten deshalb ausreichend Zeit einplanen, an einzelnen Beobachtungshütten länger verweilen und nicht einfach nur den Rundweg möglichst schnell absolvieren. Oft lohnt es sich, eine Wasserfläche und deren Randbereiche über mehrere Minuten hinweg abzusuchen. Erst dann entdecken wir die Vögel, die zunächst zwischen Vegetation und Schlick verborgen waren.

Praktischer Hinweis: Der Park veröffentlicht saisonale Öffnungszeiten und besondere Führungsangebote. Der offizielle Internetauftritt kündigt für den Zeitraum der Herbstferien besondere Angebote rund um den Vogelzug an.

Offizielle Informationen: https://www.parcdumarquenterre.fr/

🌾 Hâble d’Ault – offene Küstenlandschaft mit besonderem Reiz

Das Hâble d’Ault liegt südlich der eigentlichen Somme-Mündung an der Küste der Picardie. Es handelt sich um ein Küstengebiet mit Lagunen, Feuchtflächen, Kies- und Sandbereichen sowie offenen Landschaften.

Hâble d’Ault liegt südlich der Somme-Bucht

Im Gegensatz zu den gut strukturierten Beobachtungswegen des Parc du Marquenterre ist die Landschaft hier vielerorts weitläufig und offen. Gerade das macht den besonderen Reiz aus: Wir können große Flächen überblicken, nach ziehenden Vögeln Ausschau halten und die Dynamik der Küstenlandschaft erleben.

Das Gebiet ist insbesondere für Watvögel, Enten und andere an Feuchtgebiete angepasste Arten interessant. Zugleich können die offenen Flächen für Greifvögel und verschiedene Singvögel attraktiv sein.

Welche Arten hoffen wir im Hâble d’Ault zu sehen?

Ende Oktober konzentrieren wir uns vor allem auf folgende Vogelgruppen:

Eine besondere Rolle spielt die Beobachtung der Wasserstände. Bei passenden Bedingungen können flache Uferbereiche zu attraktiven Nahrungsflächen werden. Sind die Wasserflächen dagegen sehr hoch oder wenig geeignete Schlickbereiche vorhanden, verteilen sich die Vögel möglicherweise auf andere Teile des Gebietes.

Ein interessanter Ort für die Suche nach seltenen Küstenvögeln

Für uns ist das Hâble d’Ault besonders spannend, weil wir hier gezielt nach Arten suchen können, die in einer offenen Küstenlandschaft gut zur Geltung kommen.

Wir wollen insbesondere die Regenpfeifer genauer betrachten. Flussregenpfeifer und Seeregenpfeifer sind dabei interessante Sucharten, deren Auftreten Ende Oktober jedoch nicht als selbstverständlich gelten darf. Auch bei anderen seltenen oder nur zeitweise auftretenden Arten sollten wir unsere Erwartungen vorsichtig formulieren.

Was macht das Gebiet fotografisch reizvoll?

Das Hâble d’Ault bietet uns die Chance, Vögel in ihrer natürlichen Landschaft zu fotografieren. Neben klassischen Porträts können wir versuchen, Tiere im Zusammenhang mit der Umgebung aufzunehmen: Brachvögel auf einer offenen Fläche, Enten im Gegenlicht oder ein Greifvogel, der niedrig über das Gelände fliegt.

🌊 Pointe du Hourdel – Küstenpanorama und Vogelbeobachtung an der Somme-Mündung

Die Pointe du Hourdel liegt am südlichen Rand der Baie de Somme und gehört zu den markanten Aussichtspunkten der Region. Hier treffen offene Küstenlandschaft, Wattflächen, Sandbänke und die Mündung der Somme aufeinander.

Der Pointe du Hourdel reicht direkt in die Somme-Bucht hinein

Das Gebiet ist vor allem für seine weiten Ausblicke und die ständig wechselnde Landschaft bekannt. Mit dem Wechsel von Ebbe und Flut verändern sich die sichtbaren Kies-, Sand- und Schlickflächen. Dadurch entstehen immer wieder andere Bedingungen für die Vogelbeobachtung.

Die Pointe du Hourdel ist auch ein bekannter Ort, um die Küstenlandschaft und die dort lebenden Seehunde zu beobachten. Für uns steht bei diesem Besuch allerdings die Vogelwelt im Vordergrund.

Welche Vögel können wir an der Pointe du Hourdel beobachten?

Die offenen Watt- und Küstenbereiche bieten gute Möglichkeiten, nach typischen Küstenvögeln Ausschau zu halten.

Die Gezeiten – ein entscheidender Faktor

An der Pointe du Hourdel beeinflusst die Tide die Beobachtungsmöglichkeiten ganz besonders. Bei Ebbe werden große Wattflächen freigelegt, auf denen Watvögel Nahrung suchen können. Mit auflaufendem Wasser ziehen sich viele Vögel auf höher gelegene Bereiche und verbleibende Rastflächen zurück.

Deshalb wollen wir die Gezeitenzeiten für unsere Besuchstage im Voraus prüfen und unsere Beobachtungszeit danach ausrichten. Es ist sinnvoll, nicht nur einen einzelnen Zeitpunkt einzuplanen, sondern die Veränderungen über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Gezeiten am Pointe du Hourdel

DatumHochwasser (morgens)Niedrigwasser (mittags)Hochwasser (nachmittags)Niedrigwasser (abends)
Freitag, 30.10.02:17 Uhr – 9,5 m09:27 Uhr – 1,7 m14:37 Uhr – 9,4 m21:53 Uhr – 1,7 m
Samstag, 31.10.03:03 Uhr – 9,0 m10:18 Uhr – 2,2 m15:26 Uhr – 8,8 m22:47 Uhr – 2,2 m
Sonntag, 01.11.03:56 Uhr – 8,4 m11:14 Uhr – 2,6 m16:24 Uhr – 8,2 m23:47 Uhr – 2,7 m

🌦️ Was kann das Wetter Ende Oktober für unsere Beobachtungen bedeuten?

Ende Oktober ist an der französischen Kanalküste mit wechselhaftem Herbstwetter zu rechnen. Sonnige Abschnitte können sich mit Regen, Wind und bedecktem Himmel abwechseln. Hoffentlich werden wir mit ein paar sonnigen Tag verwöhnt…

🔎 Was uns der Kurztrip an die Baie de Somme wirklich brachte

Das schon mal vorab. Unser Kurztrip an die Baie de Somme brachte uns mehr Naturerlebnisse und Tiersichtungen, als wir uns vorher vorstellten oder auch nur zu träumen wagten. Insbesondere der Parc du Marquenterre ist ein außergewöhnlich schöner Ort, der eine unbeschreibliche Vielfalt und tolle Beobachtungsmöglichkeiten aus 13 Beobachtungshütten bot.

Und die Vogelbeobachtung an der Baie de Somme brachte uns die ein oder andere Erstsichtung. Erstmalig und endlich konnten wir Knutts sehen. Diese versteckten sich in einem riesigen Trupp Uferschnepfen – nichtsdestotrotz sahen wir sie:

Inmitten der Uferschnepfen versteckten sich die eher unauffälligen Knutts im Parc de Marquenterre an der Baie de Somme
Inmitten der Uferschnepfen versteckten sich die eher unauffälligen Knutts

Und das erste Mal hatten wir die Chance Goldregenpfeifer zu sehen. Leider waren sie weit weg und die Sonne erschwerte uns das Fotografieren durch extremes Gegenlicht. Dennoch kann man erahnen, wie hübsch diese kleinen Vögel tatsächlich sind:

Goldregenpfeifer waren während des herbstlichen Vogelzugs gemeinsam mit Kiebitzen zu sehen

Unsere dritte Erstsichtung war der Kuhreiher. Wie der Name vermuten lässt, hielt sich diese Reiherart in unmittelbarer Nähe zu Kühen auf, die auf dem Gelände des Parc du Marquenterre für eine natürliches „Mähen“ zuständig sind.

Kuhreiher im Parc du Marquenterre an der Baie de Somme
Kuhreiher

Last but not least: Ersichtung Nummer 4 war die seltene Spiessente.

Spiessente im Parc du Marquenterre an der Baie de Somme an der französischen Kanalküste
Spiessente

Schon mit diesen 4 Erstsichtungen hat sich der Ausflug an die französische Kanalküste für uns mehr als gelohnt. Aber es gab noch viel, viel mehr zu sehen – und bei Weitem nicht nur Alltägliches.

An der ersten Beobachtungshütte des circa 6 Kilometer langen Rundwegs fanden wir Bekassinen und die ersten (von unendlich vielen) Kiebitzen:

Bekassinen waren im Parc du Marquenterre an der Baie de Somme vor allem von Beobachtungshütte 1 aus in kurzer Entfernung zu sehen
Bekassine
Kiebitz

Überhaupt bot jede Beobachtungshütte recht zuverlässig das, was sie auf den jeweiligen Ausschilderungen auch versprach – seien es die Löffler gewesen, oder auch die Säbelschnäbler:

Ein Löffler während des herbstlichen Vogelzugs in der Baie de Somme am Ärmelkanal
Löffler
Säbelschnäbler
Säbelschnäbler

Ein besonderes Schauspiel konnten wir an Beobachtungshütte 7 erleben. In den Bäumen hinter der Wasserfläche hielt ein Seeadler Ausschau nach potenzieller Beute. Jedesmal wenn er los flog um auf Jagd zu gehen, schreckten die Uferschnepfen und Kiebitze auf und boten eine spektakuläre Flugshow:

Uferschnepfen und Kiebitze auf der Flucht vor einem jagenden Seeadler im Parc du MArquenterre in der Baie de Somme am Ärmelkanal in Frankreich in der Picardie
Uferschnepfen und Kiebitze auf der Flucht vor einem jagenden Seeadler

Eine riesige Überraschung war für uns die hohe Anzahl an Seidenreihern, die es während unseres Aufenthalts an der französischen Küste des Ärmelkanals in der Picardie zu sehen gab:

Seidenreiher im Parc de Marquenterre in der Picardie in Frankreich am Ärmelkanal
Seidenreiher

Enten- und Taucherarten, die wir sehen konnten, waren Löffelenten, Krickenten, Pfeifenten, Haubentaucher und Zwergtaucher:

Löffelenten
Krickenten
Pfeifente
Haubentaucher
Zwergtaucher

Verschiedene Watvögel rundeten die Vogelbeobachtung an der Baie de Somme ab – Grosse Brachvögel, Grünschenkel, Rotschenkel, Kiebitzregenpfeifer und Dunkle Wasserläufer. Es gab kaum etwas, was es nicht zu sehen gab:

Grosser Brachvogel
Grünschenkel
Rotschenkel
Kiebitzregenpfeifer

Neben ausgesprochen toller Vogelbeobachtung bietet die Baie de Somme – als spektakuläre Zugabe – noch etwas: hier befindet sich die größte Seehund-Kolonie Frankreichs. Bei Niedrigwasser kann man die Seehunde in kurzer Entfernung rastend auf den Sandbänken beim Pointe du Hourdel sehen:

Robbe am Pointe du Hourdel

Zwischen 700 und 800 Robben soll es derzeit in der Baie de Somme geben. Die Kolonie besteht aus Seehunden und Kegelrobben und kann ganzjährig gesehen werden.

‼️ Unser Fazit zur Vogelbeobachtung an der Baie de Somme im Herbst

Mit hohen Erwartungen sind wir in die Picardie gestartet und mit vielen tollen Erlebnissen, Beobachtungen und Bildern kamen wir wieder zurück.

Vor allem der Parc de Marquenterre ist ein außergewöhnlicher, vogelreicher Ort, der noch dazu eine enorme Artenvielfalt bietet. Der vergleichsweise geringe Eintrittspreis, den man bezahlen muss, ist das Erlebnis allemal wert. Der Park ist gepflegt und sauber, bietet tadellose Wege und Beobachtungshütten, die ihresgleichen suchen.

Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn wir hoffentlich bald im Winter die gefiederten Wintergäste in der Baie de Somme bestaunen dürfen oder aber im kommenden Frühjahr das Brutgeschäft in der Picardie miterleben können.

Links zu weiteren Berichten in unserem Reiseblog zur Vogelbeobachtung in Deutschland

Im Oktober 2026 erlebten wir einige Tage des Vogelzugs auf Spiekeroog an der Nordsee.

Ein Vogelparadies in Baden-Württemberg ist die Wagbachniederung.

Berichte zu verschiedenen Vogelarten findet Ihr hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen