
Zwei Sachen haben Rom und die portugiesische Hauptstadt Lissabon auf jeden Fall gemein – beides sind Hauptstädte und beide liegen auf 7 Hügeln.
Um auf die 7 Hügel zu kommen hat Lissabon aber sicherlich die originelleren und schöneren Fortbewegungsmittel.
Die Standseilbahnen von Lissabon
„Eine Standseilbahn ist ein zu den Seilbahnen gehörendes schienengebundenes Verkehrsmittel, dessen Fahrbetriebsmittel auf Schienen oder anderen festen Führungen fahren und durch ein oder mehrere Seile bewegt werden. Mit diesem Verkehrsmittel können auf kurzer Strecke beträchtliche Höhenunterschiede überwunden werden“, schreibt Wikipedia.

So technisch beschrieben klingt eine „Standseilbahn“ gar nicht so toll. Wenn man sie dann aber sieht und auch noch mit ihr fährt, ist es dagegen schon etwas Außergewöhnliches.
Drei Standseilbahnen zählen zu den Sehenswürdigkeiten in Portugals Hauptstadt,
den „Elevador do Lavra“ (Ascensor do Lavra), als die älteste Standseilbahn der Stadt,
den „Elevador da Glória“ (Ascensor da Gloria) und
den „Elevador da Bica“.
Die letzten beiden Genannten haben wir erleben können.
Der Elevador da Bica fährt dabei durch die schönere Straße, wurde aber als wir 2019 in Lissabon waren leider gerade repariert oder restauriert. Immerhin konnten wir diese Sandseilbahn dennoch bei einer Probefahrt erleben.



Mit dem Elevador da Gloria konnten wir dann aber auch selbst mitfahren. Der „untere“ Startpunkt ist am Platz „Restauradores“, ziemlich genau gegenüber vom Hard Rock Café. Bezahlt wurde bar beim Fahrer der Standseilbahn, was mit 3,80 € im Vergleich zum nächsten beschriebenen Fortbewegungsmittel auch gar nicht so teuer war.

Der Fahrer der Standseilbahn sitzt dann immer in Fahrtrichtung, wechselt also ständig seinen Platz, nachdem er unten oder oben sein Ziel erreicht hat. Haltestellen gibt es übrigens nur zwei – immer am jeweiligen Endpunkt unten und oben.


Es erwartet Euch eine ruckelige, nostalgische Fahrt, die man nicht verpassen sollte.
Die Aufzüge von Lissabon
Zwei unterschiedliche Aufzüge gibt es mindestens in Lissabon.
Der „Elevador de Santa Justa“ oder auch Elevador do Carmo is das Prachtstück unter den Aufzügen und verbindet Baixa mit Chiado.

Für 5,30 € konnten wir, nach sage und schreibe mehr als 1 Stunde Wartezeit, mit dem Aufzug fahren und die imposante Aussicht von der Plattform hoch oben genießen.





Weitere, noch dazu kostenlose Aufzüge, finde man im „Elevador Casa“ in Lissabon. Mehrere Aufzüge, die bis abends um 21:00 Uhr fahren, verbinden die Unterstadt mit der Gegend um das Castelo de Sao Jorge.

Und dann gibt es als Fortbewegungsmittel noch die
Trams
Die Straßenbahnen, alle voran die Linie 28, sind teils richtig ehrwürdige und wiederum nostalgische Fortbewegungsmittel, mit denen man Lissabon recht gut erkunden kann.


So zum Beispiel führt eine schöne Fahrt zur „LX Factory“.

Die LX Factory ist ein altes Industriegelände auf dem sich viele Läden und Restaurants angesiedelt haben.








Auf dem Dach des Hauptgebäudes in der LX Factory fanden wir das Restaurant „Rio Maravilha“. Das Rio Maravilha bietet von seiner Rooftop Bar eine perfekte Aussicht auf die Brücke „Ponte 25 de Abril“.

Es lohnt sich ab der LX Factory ein weiteres Fortbewegungsmittel zu nutzen:
Zu Fuß…
kann man von dort recht schnell das „Experience Pilar 7“ der Ponte 25 de Abril erreichen.

Ein Rundweg führt ins Innere der Brücke, zur Verankerung der Seile im Turm, und von dort weiter mit einem Aufzug nach oben zu einer Aussichtsplattform mit Boden aus Glas.




Es fiel uns zwar sehr schwer, aber letztendlich haben wir uns doch auf die Glasplattform getraut.
Zu Fuß kann man dann schön am Wasser entlang laufen und weitere Sehenswürdigkeiten, wie das „Museu de Electricidade“, das „Padrao dos Descobrimentos“ und den „Torre de Belem“ ansteuern. Unterwegs gibt es immer wieder Cafés und Restaurants, so dass ausreichend Pausen gesichert sind.








Was gab es sonst noch in Lissabon?
Ein zentraler Platz in Lissabon ist der
Rossio

Das Herstellen des typischen portugiesischen Pflasters, welches durch die Wellenform an die Nähe zum Meer erinnern soll, war im wahrsten Sinne des Wortes Sträflingsarbeit. Die Wellen wurden in der Mitte des 19ten Jahrhunderts tatsächlich von Sträflingen gepflastert.
Herrliche An- und Aussichten
gibt es unentwegt, wenn man in Lissabon unterwegs ist. Treiben lassen, staunen und genießen:














Das Castelo de Sao Jorge
lohnt sich ebenfalls wegen der Aussicht, die man auf Lissabon genießen kann.






Das Hyronimus-Kloster oder Hieronymitenkloster
wurde im frühen 16ten Jahrhundert gebaut.

Beeindruckend ist der Kreuzgang des Klosters.



Als berühmte Persönlichkeit lieht Vasco da Gama hier vergraben.

Wir hatten ein paar Startschwierigkeiten, als wir den ersten Tag in Lissabon unterwegs waren und hatten schon Befürchtungen, uns nicht mit der Stadt anfreunden zu können. Letztendlich hat sich dies aber schnell gelegt und wir hatten wunderschöne Tage in Portugals Hauptstadt, die wir intensiv genossen haben. Der Portwein und leckere Knoblauch-Shrimps haben ebenso positiv hierzu beigetragen.

Gerne kannst Du Dich auf unserer Seite noch weiter in Europa umschauen – zum Beispiel in Deutschland oder in Riga.
