vielseitiges Kenia – Faszinierende Safaris in 3 Nationalparks, im Masai Mara Wildreservat und am Lake Naivasha

3 Wochen in Kenia

Endlich hatten wir die Chance auf 3 Wochen Urlaub am Stück. Was wollten wir damit anfangen? Einen Tauchurlaub oder doch eine Rundreise? Wir entschieden uns für eine Kombination aus zwei Wochen Tauchen am Diani Beach, südlich von Mombasa, und eine Woche Safari. Die Safari führte uns über Tsavo West in die Masai Mara, zum Lake Naivasha, nach Amboseli und zum Schluss in den Tsavo Ost Nationalpark.

Um uns vom Tauchen auf „Kenia Überwasser“ einzustimmen, hatten wir zunächst aber erstmal einen Ausflug nach

Mombasa

gemacht.

Hierzu muss man zunächst die Likoni-Fähre nehmen, damit man auf die Insel kommt, auf der Mombasa liegt.

Mombasa ist, nach Nairobi, Kenias zweitgrößte Stadt und wahrscheinlich für die meisten Reisenden das Tor zu Kenia.
Symbolisiert wird das „Tor zu Kenia“ durch die 4 Stoßzähne, die die Moi Avenue überspannen.

Unmittelbar neben den Stoßzähnen findet man den Uhuru Park – ein hübscher, kleiner Park der von mehreren tausend Fledermäusen bevölkert wird.

Tagsüber hängen sie in den Bäumen und schlafen, ehe es am Abend auf Beutezug durch Mombasa geht.
Ansonsten ist Mombasa nicht unbedingt reich an Sehenswürdigkeiten und auch nicht unbedingt eine sehr schöne Stadt.

Um das Fort Jesus gibt es ein paar hübsche gelbe Gassen

und einige typische Märkte für Fisch, Fleisch, Gemüse und alles Mögliche.

Man darf sich jedoch nicht wundern, wenn man beim „Bummeln“ mitten in der Stadt auf einmal neben einem Müllberg steht, der gerade mittels eines Radladers beseitigt wird.

Das Highlight unseres Kenia Aufenthalts war aber die oben erwähnte

Safari

Eine Woche lang ging es in verschiedene Nationalparks und Schutzgebiete in Kenia.
Die Fahrten waren zwar sehr oft sehr lang, holprig und unbequem, da der Minibus unwahrscheinlich eng und die Straßen teils in desolatem Zustand waren. Dennoch, der Besuch eines jeden einzelnen Parks war die Strapazen wert.

Der Start unserer Safari war im

Tsavo West Nationalpark

Der Tsavo West Nationalpark ist ein sehr dicht bewachsener Park, der insgesamt eine tolle Landschaft und beeindruckende erste Tierbegegnungen bot.

Der erste Nationalpark den wir während unserer Safari in Kenia besuchten: der Tsavo-West Nationalpark

Unmittelbar nach der Einfahrt in den Tsavo West Nationalpark konnten wir viele schöne und bunte Vögel sehen.

Die ersten Echsen, in diesem Fall Agamen, warteten ebenfalls auf uns.

Und das erste richtig große Safari-Highlight zeigte sich in Form eines jungen Leopards an einer Stelle, an der, gemäß Erzählung unseres Fahrers, eigentlich nie einer gesehen wird: Ein junger Leopard stand völlig überraschend, kurz nach Einfahrt in den Park, plötzlich am Wegesrand. Er war offensichtlich genauso überrascht wie wir, gab uns einige wenige Sekunden Zeit für ein Foto, schaute uns dabei tief in die Augen, ehe er unmittelbar wieder im Dickicht verschwand.

Und die ersten roten Tsavo Elefanten gaben uns die Ehre,

genauso wie eine Herde der herrlichen Oryx Antilopen.

Nashörner gibt es in freier Wildbahn übrigens weder im Tsavo West noch im Tsavo Ost Nationalpark. Die letzten wenigen verbliebenen Exemplare werden aktuell in einem eigens geschaffenen Schutzgebiet gehalten und bewacht.

Die Safari hätte mit einem perfekten Tag begonnen, wenn unser Fahrer nicht den Minibus im Schlamm festgefahren hätte. Zwei Stunden Zeit und gefühlt genauso viele Liter Schweiß hat es uns gekostet, wieder „zurück in die Spur“ zu kommen. Ein Teil von uns hat gearbeitet, der andere Teil hat Ausschau nach wilden Tieren gehalten, die uns eventuell auf die Pelle rücken könnten. Rückblickend ist es dennoch ein schönes Erlebnis und eine bleibende Erinnerung, das bei einer Safari dazu gehören kann.

Weiter ging es über das Great Riff Valley, den afrikanischen Grabenbruch

und vorbei an Nairobi in die

Masai Mara

Die zweite Station unserer Safari in Kenia war das Masai Mara Wildreservat

Nachdem wir einen Leoparden und einige Elefanten schon im Tsavo West Nationalpark gesehen haben, fehlten uns für die „BIG 5“ noch Löwe, Büffel und Nashorn. Ob wir diese Drei wohl in der Masai Mara finden würden? Auf jeden Fall fanden wir eine endlose Steppe mit unglaublichem Tierbestand, obwohl die „große Migration“ für dieses Jahr schon vorbei war. Und – wir hatten das Glück! Wir fanden ebenfalls Löwen (auch eine Löwen-Mama mit drei Babys),

wir fanden Büffel und

wir fanden insgesamt drei Nashörner, von damals 37 verbliebenen Nashörnern in der Masai Mara.

Die Big Five waren komplett.

Die Giraffen der Masai Mara zeigten sich ebenfalls von ihrer besten Seite.

Eine einzigartige Show lieferte einer von zwei Geparden ab, die wir ebenfalls sahen.

Er kletterte einen Baumstamm hoch und posierte kurz, um dann wieder auf den Boden runter zu kommen.

Als nächstes lief er zu einem kleinen Hügel, stand dort um das Umfeld zu mustern, ehe er sich stolz hinsetzte.

Nach wenigen Minuten legte er sich ins Gras, ohne uns jemals aus den Augen zu lassen. Man hatte bei diesem schönen Tier den Eindruck, er hätte das „Posen“ extra gelernt.

Und, um noch etwas drauf zu setzen, hatten wir ein ähnliches Erlebnis mit einem männlichen Löwen, der aller Welt zeigen wollte, dass er der König der Tiere ist.

Ferner gab es in der Masai Mara Elefanten, Unmengen an Gnus und Zebras, immer wieder Giraffen, Hyänen, Mungos und endlos viele Antilopen und Gazellen.

Natürlich haben auch Nilpferde nicht gefehlt.

Die Masai Mara ist ein perfekter Platz für eine Safari und die Tierbeobachtung.

Unser nächstes Ziel war der

Lake Naivasha

der ein wahres Vogelparadies ist.
Eine circa 1,5-stündige Bootsfahrt auf dem Lake Naivasha kostete 30 Dollar pro Person. Dafür konnte man eine Vielzahl an gefiederten Tieren erleben, wie zum Beispiel Pelikane, Gelbschnabel Störche, Löffler, Eisvögel, Fischadler und Reiher.

Immer wieder gibt es während der Fahrt auch Flusspfere zu sehen.

Einheimischen Säugetieren kann man auf Crescent Island zu Fuß recht nahekommen. Dort gibt es Giraffen, Zebras, Gazellen und Antilopen, zwischen denen man spazieren gehen kann.

Ein Traum war ebenfalls unsere Unterkunft am Lake Naivasha, die Sopa Lodge.
Wilde Tiere, wie auf Crescent Island aber ebenfalls keine Raubtiere, waren ständig in der riesigen Anlage unterwegs: Giraffen, Zebras, Wasserbock, Gazellen. Nachts kamen zudem die Flusspferde zum Grasen aus dem Wasser.
In den riesigen Bungalows fühlte man sich in die Kolonialzeit zurückversetzt und das Essen war einfach lecker.
Sollte es Euch zum Lake Naivasha verschlagen, dürft Ihr Euch eine Nacht in der Sopa Lodge nicht entgehen lassen.

Die absolute „Elefanten-Dröhnung“ gaben wir uns als nächstes im

Amboseli Nationalpark

Die vierte Station und der zweite Nationalpark während unserer Safari in Kenia: Amboseli

Es gab rund 4000 Elefanten im Amboseli Nationalpark, als wir dort waren.

Gefühlt haben wir jeden einzelnen davon gesehen. Elefanten so weit das Auge reichte. Im Vergleich zu den Elefanten in Tsavo, wo sie als relativ aggressiv gelten, sind sie in Amboseli schon fast zutraulich.

Als Überraschung gab es zusätzlich ein riesengroßes rosa Meer an Flamingos im Lake Amboseli.

Dass es eine Kolonie an Flamingos am Lake Nakuru gibt, war uns bekannt – dass es aber auch eine riesige, angeblich permanent dort lebende Kolonie in Amboseli gibt, war umso toller.

Und, um das alles noch zu toppen, zeigte sich auch noch der Kilimanjaro.
Am Abend noch teils bewölkt und mit einer Herde Elefanten im Vordergrund, war er am nächsten Morgen völlig wolkenfrei und „eingerahmt“ von Giraffen.

„Amboseli at its best“

Unsere letzte Etappe während dieses Kenia Aufenthalts führte uns in den

Tsavo Ost Nationalpark

Der dritte und letzte Nationalpark während unserer Safari in Kenia: Tsavo-Ost

Was bot Tsavo Ost für uns?
Relativ wenig Tierwelt in schier endloser Landschaft (knapp 12.000 qkm), von der nur ein Drittel für Besucher zugänglich ist.

Aber wir konnten viele der 8000 dort lebenden roten Elefanten sehen. Die rote Farbe haben die Elefanten im TSavo von der roten Erde, mit der sie sich zum Schutz gegen die Sonne einstauben.

Und die „menschenfressenden“ Löwen waren auch da. Unweigerlich musste man beim Finden der Löwen immer wieder an die wahre Begebenheit und den Film „Der Geist und die Dunkelheit“ mit Michael Douglas denken. Im November 2018 waren die Löwen aber friedlich.

Alles in Allem war unsere Safari in Kenia nicht unanstrengend und uns hat wirklich mehr als einmal der Hintern wegen der schlechten Straßen geglüht. Aber – wie oben schon gesagt – jeder einzelne der Parks war es Wert besucht zu werden und die Sicht auf den Kilimanjaro – eingerahmt von Elefanten und Giraffen – war das Tüpfelchen auf dem I.

Zwischenzeitlich hat es uns nochmals für eine Safari nach Ostafrika verschlagen – wir hatten die Chance unglaubliche Tage in Uganda zu verbringen – noch mehr findet Ihr auf vonhierundunterwegs.

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