❓ Notlösung Belgien?
Eigentlich war unser Trip nach Belgien eine Notlösung.
Denn planmäßig sollte es ein längerer Urlaub werden, der uns irgendwohin nach Asien hätte bringen sollen.
Da aus mehreren Gründen letztendlich aber nur ein Zeitfenster von 6 Tagen für diesen Urlaub zur Verfügung stand und bis zum letzten Moment nichts geplant werden konnte, entschlossen wir uns kurzfristig, die wenigen verbleibenden und freien Tage in Belgien zu verbringen.
Folgende Stationen sind wir bei unserem ersten Aufenthalt in Belgien angefahren.
🏠 Dinant
Von Luxemburg kommend liegt das kleine Städtchen Dinant praktisch genau an der Route in Richtung Brüssel.
Einen Abstecher wert ist Dinant auf Grund seiner Kathedrale und der darüber liegenden Festung.

Zur Festung kann man mit einer kleinen, in die Jahre gekommenen und nicht allzu vertrauensvollen Seilbahn hochfahren.



Neben mehreren Räumen und einem schrecklich schiefen Keller (man fühlt sich wie betrunken, wenn man hier hindurch läuft), die man besichtigen kann, hat man von der Festung aus einen herrlichen Blick auf Dinant und den Fluß Maas.

Das Städtchen selbst war während unseres Besuchs mit vielen bunten und überdimensional großen Saxophonen geschmückt – eine Hommage an Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons, der in Dinant geboren wurde.

Nach einem Nachmittag in Dinant ging es für uns weiter nach
🏠 Brügge
Eigentlich wollten wir nur für einen Tag nach Brügge, um dann weiter nach Antwerpen zu fahren. Brügge hatte uns aber so begeistert, dass wir gar nicht mehr weg wollten.

Nicht zu Unrecht ist der mittelalterliche Stadtkern von Brügge seit dem Jahr 2000 Weltkulturerbe.
Egal wo und wie man die Stadt erkundet, zu Fuß oder mit dem Boot, man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.



Die alten aber überdurchschnittlich gut erhaltenen Gebäude entlang der Kanäle verbreiten romantischen und mediterranen Flair.
Uns hat diese wohl schönste Stadt Belgiens so in ihren Bann gezogen, dass wir 3 volle Tage dort verbrachten und das eigentlich noch geplante Antwerpen gar nicht mehr anfuhren.



Am ersten Tag waren wir bei herrlichem Wetter ausschließlich zu Fuß unterwegs und erkundeten den südlichen Teil der Stadt.



Bei der Liebfrauenkirche findet man die
🌉 Bonifacius Brücke
Was für ein romantischer Ort mit seinen steinernen Gebäuden.

Es bedarf einer Menge an Geduld und Glück, um in einem seltenen menschenleeren Moment diese Idylle genießen zu können. Meist sind ist die kleine Bogenbrücke voll mit Menschen, die unentwegt Selfies machen.



Ein recht ruhiger und grüner Fleck ist, südlich vom Beginenhof gelegen, der
🏞️ Minnewater Park
Nördlich des hübschen und alten Schleusengebäudes tummeln sich am Kanal unzählige Schwäne und, während unseres Aufenthalts, sogar ein paar Mandarinenten.

Südlich der Schleuse liegt das „Minnewater“ circa 1 – 1,5 Meter tiefer als die Kanäle in der Stadt und bietet über den See einen tollen Blick auf den südlichen Rand des Stadtkerns von Brügge.


Am
💦 Rozenhoedkaai

kann man im Herzen der Altstadt dann wieder Brügge Trubel erleben und zum Sonnenuntergang das ein oder andere, durchaus gewöhnungsbedürftige belgische Bier trinken.

Ein Reinheitsgebot gibt es in Belgien schließlich nicht.

Am zweiten Tag machten wir zunächst eine
🚣🏻 Bootstour
die uns sowohl in den Süden, aber auch in den Norden der Stadt brachte.



Ausgangspunkt für unsere Bootstour war wieder der Rozenhoedkaai.



Danach waren nicht alltägliche Museumsbesuche angesagt.
Das
🏛️ Schokoladen Museum „Choco Story“
bringt einem die Geschichte der Schokolade näher, beginnend mit der Entdeckung des Kakao


bis hin zur Verarbeitung,

und beantwortet so wichtige Fragen wie „Ist Schokolade gut für die Potenz eines Mannes?“

Wer nach dem Schokoladenmuseum Heißhunger auf Schokolade verspürt, kann dann auch gleich in einer Chocolaterie seine Lust befriedigen.



Die Geschichte und den Werdegang von Pommes kann man im
🍟 Fritten Museum „Friet Museum“
erleben.
Bitte nicht erschrecken, wenn man erfährt wie viele Tonnen Kartoffeln pro Jahr in Belgien zu Pommes verarbeitet werden.

Mit den kulinarischen Schwerpunkten Schokolade, Pommes und Bier zählen die Belgier höchstwahrscheinlich nicht gerade zu den Menschen, die sich überdurchschnittlich gesund ernähren.

Nichtsdestotrotz, eine gute Portion Fritten kann man am Abend auf dem belebten und wiederum farbenfrohen
💹 Marktplatz
zu sich nehmen.

Auch hier gilt, wie in der ganzen Stadt, dass man beim Essen und Trinken besser nicht aufs Geld schauen sollte.
+/- 20 € gaben wir für ein Durchschnittsessen in Brügge in der Regel aus und eine Cola kostete auch 6 Euro.


Aber, die Stadt ist es definitiv wert.





Nach 3 Tagen in Brügge ging es für uns weiter nach
🏠 Brüssel, Belgiens Hauptstadt
❓ Was macht man zuerst, wenn man das erste Mal in Brüssel ist?
Für uns war diese Frage keine Frage wert. Es war von vornherein klar, dass wir unbedingt zunächst das
⛪️ Atomium
sehen wollen.


Das Atomium wurde 1958 für die Expo in Brüssel gebaut und hat eine Höhe von 102 Metern.

Die einzelnen Kugeln des Atomium sind zugänglich, in der obersten Kugel befindet sich ein Restaurant.

🗿 Was ist der zweite Gedanke, wenn man an Brüssel denkt?

Die Antwort auf diese Frage ist eine 61cm hohe Bronzestatue, die 1619 geschaffen wurde:
Manekken Pis

Manneken Pis steht so unauffällig in seiner Ecke, dass man leicht daran vorbeilaufen würde, wenn nicht eine Unmenge an Menschen dort Selfies machen würden.
Neu für uns war, dass es nicht nur Pipi-machende Jungs in Brüssel gibt. Das weibliche Pendant gibt es ebenfalls:
🗿 Jeanekke Pis

Brüssel hat, ähnlich zu Brügge, auch viele gut erhaltene, historische Bauwerke zu bieten. Der
💹 Grote Markt
ist ein Paradebeispiel hierfür.




Weitere Eindrücke aus dem „alten“ Brüssel:




Im Europaviertel zeigt sich Brüssel mit vielen modernen Gebäuden und schön angelegten Parks von einer ganz anderen Seite.
Im
🏘️ Europaviertel

sind beispielhaft
👮🏻 das Europa Parlament


👮🏻 die Europäische Kommission



👮🏻 der Europa Rat

sehenswert.
Am Abend trieb es uns in Brüssel noch zu zwei Orten, an denen man schöne Stimmungen einfangen konnte.
Zum einen sind wir auf den
🏛️ Mont des Arts
dessen Aussichtspunkt einen faszinierenden Blick über die Stadt ermöglicht.


Weiterhin sind wir erneut zum
💹 Grote Markt
der am Abend ebenfalls eine tolle Stimmung bietet.



Die letzte Station während unseres Belgien-Kurztrips war
🏠 Namur
Namur ist bekannt für seine Zitadelle, mit ihren schönen Gärten und der einmaligen Aussicht, die sie über die Stadt bietet.








‼️ Belgien ist wahrlich keine Notlösung
Mit Dinant, Brügge, Brüssel und Namur hatten wir nur 4 Stationen in Belgien anfahren können. Schon jetzt freuen wir uns, wenn wir vor allem nochmal nach Brügge zurückkommen. Und dann nehmen wir uns garantiert auch Zeit für Antwerpen. Denn – Belgien war weit mehr als eine Notlösung.
Gehe mit uns auf vonhierundunterwegs gerne auf weitere virtuelle Erkundungen in Europa.
