🌋 Die Eifel – Ein Naturparadies voller Kontraste
Sanfte Hügel, tiefblaue Maare, dichte Wälder und urige Dörfer – die Eifel ist ein wahres Schatzkästchen für Naturliebhaber, Abenteurer und Erholungssuchende gleichermaßen. Dieses facettenreiche, 5300 Quadratkilometer große Mittelgebirge in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen überrascht mit einer unglaublichen Vielfalt an Landschaften, Aktivitäten und kulturellen Highlights.

Ob du auf der Suche nach spektakulären Ausblicken, geheimnisvollen Vulkanseen, historischen Burgen oder idyllischen Wanderwegen bist – in der Eifel findest du all das und noch viel mehr.
Besonders reizvoll sind auch die liebevoll erhaltenen Fachwerkstädte, deren kopfsteingepflasterte Gassen, romantische Plätze und mittelalterliches Flair zum Verweilen und Entdecken einladen.

Abseits des großen Trubels kannst du hier echte Ruhe genießen, aber genauso gut aktiv unterwegs sein – sei es beim Radfahren, Wandern, Klettern, auf dem Wasser oder beim Erkunden spannender Ausflugsziele.
Unsere Highlights in der Eifel
🌋 1 – Einige Maare in der direkten Umgebung von Daun
Tiefblau, geheimnisvoll und von sanften Hügeln umgeben – die Maare der Eifel gehören zu den faszinierendsten Naturwundern Deutschlands. Eingebettet in die beeindruckende Landschaft der Vulkaneifel, sind diese einzigartigen Kraterseen stille Zeugen einer bewegten vulkanischen Vergangenheit.

Die Maare, oft auch als „Augen der Eifel“ bezeichnet, entstanden durch phreatomagmatische Explosionen, bei denen Wasser auf glühendes Magma traf. Das Ergebnis waren gewaltige Sprengkrater, die sich im Laufe der Zeit mit Regen- und Grundwasser füllten. Heute gibt es rund ein Dutzend wassergefüllte Maare – darunter bekannte Vertreter wie das Pulvermaar, das Schalkenmehrener Maar und das idyllische Weinfelder Maar.
Das Weinfelder Maar (Totenmaar)
Das Weinfelder Maar, auch bekannt als Totenmaar, ist eines der bekanntesten und gleichzeitig geheimnisvollsten Maare der Vulkaneifel. Es liegt malerisch etwa zwei Kilometer südöstlich von Daun und zählt zu den landschaftlich reizvollsten Maaren der Region. Mit einem Durchmesser von rund 525 Metern und einer maximalen Tiefe von etwa 51 Metern wirkt der nahezu kreisrunde See wie ein stiller Spiegel inmitten der bewaldeten Kraterhänge.

Geologisch gesehen entstand das Weinfelder Maar vor etwa 10.500 Jahren durch eine phreatomagmatische Explosion – ein klassisches Maar also, entstanden durch das explosive Aufeinandertreffen von Magma und Wasser. Heute ist es vollständig mit Wasser gefüllt und gehört zu den dauerhaft wasserführenden Maaren der Eifel. Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung steht das Gebiet rund um den Kratersee unter Naturschutz und ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Baden und Bootfahren sind hier nicht erlaubt, um das sensible Ökosystem zu bewahren.
Die intakte Natur und die Ruhe, die dort vorherrschen, sind auch die Gründe, warum das Weinfelder Maar für uns das schönste Maar überhaupt war.

Seinen Beinamen Totenmaar verdankt das Weinfelder Maar der kleinen Kapelle auf dem Kraterrand – der Kapelle St. Maria Magdalena – sowie dem alten Friedhof, der bis heute erhalten ist. Der Legende nach soll die nahegelegene Ortschaft Weinfeld einst von einer Seuche ausgelöscht worden sein; die Kapelle und der Friedhof sind die letzten sichtbaren Zeugnisse des verschwundenen Dorfes.
Ein Spaziergang rund um das Weinfelder Maar ist etwa 1,7 Kilometer lang, gut ausgebaut und auch für weniger geübte Wanderer geeignet. Schautafeln informieren unterwegs über die geologische Entstehung, Flora und Fauna sowie die kulturelle Bedeutung des Ortes. Gerade in den Morgenstunden liegt oft ein feiner Nebel über dem See – perfekte Bedingungen für stimmungsvolle Naturfotos.
Das Schalkenmehrener Maar – Zwei Maare, ein Ort
Das Schalkenmehrener Maar besteht eigentlich aus zwei Maaren – dem wassergefüllten Westmaar und dem trocken gefallenen Ostmaar, das heute landwirtschaftlich genutzt wird. Zusammen mit dem benachbarten Weinfelder Maar und dem Gemündener Maar bildet es ein spektakuläres Maar-Quartett bei Daun. Das Westmaar entstand vor etwa 10.500 Jahren und misst rund 575 Meter im Durchmesser, bei einer Tiefe von etwa 21 Metern.

An der L64 gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Von diesem braucht man nur die Straße zu queren, um einen spektakulären Panoramablick auf Schalkenmehren und sein Maar zu genießen.
Der Ort Schalkenmehren liegt malerisch direkt am Seeufer und bietet Euch zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten: Wandern, Radfahren, Fotografieren, aber auch Einkehr in kleine Cafés mit Blick aufs Wasser.

Besonders beliebt ist der Rundweg um das Maar, der etwa 3 Kilometer lang ist und tolle Ausblicke auf die umliegende Eifellandschaft bietet.
Das Gemündener Maar – Klein, ruhig und naturnah
Etwas südwestlich von Daun liegt das Gemündener Maar, das kleinste der drei Dauner Maare. Mit einem Durchmesser von etwa 325 Metern und einer Tiefe von knapp 39 Metern wirkt es fast wie ein verstecktes Naturjuwel – ruhig, friedlich und umgeben von dichtem Mischwald. Es entstand etwa zur selben Zeit wie das Weinfelder und das Schalkenmehrener Maar.

Das Gemündener Maar ist ideal für Ruhesuchende und Naturfreunde, die den Trubel meiden möchten. Im Sommer gibt es ein kleines, idyllisches Naturfreibad mit Liegewiese – perfekt für eine entspannte Abkühlung nach einer Wanderung.
Das Freibad und die damit einhergehende Geräuschkulisse nehmen dem Gemündener Maar jedoch einiges von seiner Faszination.

Auch hier führt ein gut ausgebauter Rundweg um das Maar (etwa 1,5 Kilometer), der insbesondere in den frühen Morgenstunden eine fast mystische Atmosphäre bietet.
Das Pulvermaar – Der tiefste Kratersee nördlich der Alpen
Das Pulvermaar bei Gillenfeld gilt als eines der schönsten und am besten erhaltenen Maare der Eifel. Es ist nicht nur landschaftlich ein echtes Highlight, sondern mit einer Tiefe von bis zu 74 Metern auch der tiefste wassergefüllte Vulkantrichter nördlich der Alpen. Das Maar entstand vor rund 20.000 bis 30.000 Jahren durch eine gewaltige vulkanische Explosion und ist von einem fast perfekten, bewaldeten Kraterrand umgeben.

Das Pulvermaar ist eines der Maare, in denen das Schwimmen erlaubt ist – ideal also für Besucher, die Naturgenuss mit einem Sprung ins klare Wasser verbinden möchten. Im Sommer lädt ein Naturfreibad mit Steg und Liegewiese zum Baden ein, während Angler das ruhige Gewässer ebenfalls zu schätzen wissen.

Rund um den See verläuft ein etwa 2,5 Kilometer langer Rundweg, der zu gemütlichen Spaziergängen und Naturbeobachtungen einlädt.
Unser Fazit zu den Maaren in der Umgebung von Daun
Die Maare bei Daun in der Eifel sind stille Zeitzeugen einer gewaltigen Naturgeschichte und gleichzeitig ein Ort der Erholung und Entschleunigung. Deswegen genossen wir vor allem und ganz besonders das Weinfelder Maar, da dieses absolut naturbelassen und ruhig ist. Weitgehend ruhig ist auch das Schalkenmehrener Maar, wenn man erstmal am Freibad vorbei ist. Am Gemündener Maar und am Pulvermaar war uns persönlich, zumindest im Vergleich mit den beiden vorgenannten Maaren, zu viel Trubel.
🧱 2 – Monreal – Mittelalterliches Kleinod in der Eifel
Eingebettet in das malerische Elztal gehört Monreal zu den schönsten Dörfern der Eifel und ist ein echter Geheimtipp für Fotograf:innen, Wanderfreunde und Kulturinteressierte.

Das historische Ortsbild mit seinen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, engen Gassen und der imposanten Löwen- und Philippsburg, die über dem Ort thronen, versprüht mittelalterlichen Charme und bietet Fachwerkromantik, wie man sie nicht oft findet.

Ein Spaziergang durch Monreal fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise. Besonders fotogen sind die alten Steinbrücken über die Elz, die romantisch anmutenden Fachwerkensembles und die gut erhaltene Architektur aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Kein Wunder, dass Monreal auch als Kulisse für Fernsehproduktionen diente – unter anderem für die beliebte Krimireihe „Der Bulle und das Landei“.

Für Natur- und Wanderfreunde bietet Monreal zudem eine ideale Ausgangslage. Der beliebte Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“ zählt zu den schönsten Rundwanderwegen der Eifel. Auf rund 14 Kilometern führt er über sanfte Höhen, durch idyllische Wälder und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das Dorf und die beiden Burgruinen.

Auch kulturell hat Monreal einiges zu bieten: Kleine Ateliers, regionale Gastronomie und saisonale Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt oder das Burgfest runden das Erlebnis ab.
Unser Fazit zu Monreal
Monreal ist mehr als nur ein malerisches Dorf – es ist ein Ort zum Genießen, voller Geschichte, Natur und Eifeler Lebensgefühl. Monreal ist es auf jeden Fall wert, besucht zu werden – am besten am frühen Morgen, wenn die Touristen noch nicht in Strömen über das hübsche kleine Dorf herfallen.
🔔 3 – Maria Laach – Benediktinerabtei, Naturidylle und spiritueller Rückzugsort
Im Herzen der Osteifel, fast direkt am Ufer des Laacher Sees, liegt mit Maria Laach eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Region. Die imposante Abtei Maria Laach, ein Meisterwerk der romanischen Baukunst, zieht nicht nur Gläubige, Architekturinteressierte und Geschichtsfreunde an – auch Natur- und Fotografiebegeisterte finden hier ein einzigartiges Motivensemble aus Sakralbau, Vulkansee und waldreicher Umgebung.


Die Benediktinerabtei, gegründet im 11. Jahrhundert, beeindruckt mit ihrer perfekt erhaltenen sechstürmigen Basilika, dem stillen Kreuzgang und der kunstvollen Klosterarchitektur. Besonders die Westfassade mit dem „Paradies“ – einer prachtvollen Vorhalle – ist ein architektonisches Highlight und zählt zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Deutschlands.
Im Inneren ist die Abtei schon fast schlicht gehalten – ohne viel Gold oder sonstigen Prunk.
Direkt angrenzend liegt der Laacher See, ein vor rund 12.000 Jahren entstandener Calderasee vulkanischen Ursprungs. Ein gut ausgebauter Rundwanderweg (ca. 8 km) führt durch das Naturschutzgebiet entlang des Ufers, vorbei an heißen Mofetten, kleinen Buchten und dichter Vegetation. Die Kombination aus Kloster und Natur macht Maria Laach zu einem perfekten Ziel für Tagesausflüge abseits des Massentourismus.

Auch abseits von Kirche und Natur lohnt sich der Besuch: In der Klosterbetriebe Maria Laach GmbH laden eine Buch- und Kunsthandlung, eine Gärtnerei, ein Bio-Hofladen sowie ein Café mit regionalen Spezialitäten zum Einkaufen und Veweilen ein.
Unser Fazit zu Maria Laach
Maria Laach vereint auf eindrucksvolle Weise Kultur, Religion und Naturerlebnis. Ob als Fotomotiv, historisches Highlight oder Ausgangspunkt für Wanderungen rund um den Laacher See – dieser Ort gehört zu den eindrucksvollsten Zielen in der Eifel. Wer seinen Eifel-Trip um einen kulturell und landschaftlich wertvollen Zwischenstopp bereichern möchte, ist in Maria Laach genau richtig.
🌁 4 – Die Hängeseilbrücke Geierlay – Nervenkitzel zwischen Himmel und Wald
Genau genommen gehört die Hängeseilbrücke Geierlay nicht zur Eifel, sondern zum Hunsrück. Nachdem wir die Brücke jedoch von der Eifel aus besuchten, wollen wir diesen geografischen Fauxpas nicht so eng sehen.
Die Geierlay-Hängeseilbrücke – mit ihren 360 Metern Länge zählt sie zu den längsten Hängeseilbrücken Deutschlands – und ja, genau so spektakulär fühlt sie sich auch an, wenn man sie betritt.
Wir parkten im kleinen Ort Mörsdorf, von dort führte uns ein gemütlicher Fußweg durch Felder und Wiesen in Richtung Brücke. Schon der erste Blick auf die Geierlay-Brücke war faszinierend.

Der Moment, in dem man dann die ersten Schritte auf das schwankende Bauwerk wagt, ist ungewohnt bis furchteinflössend: Unter uns nichts als Luft, 100 Meter tiefer der bewaldete Talgrund.
Schnell überwiegt dann aber die Faszination und der Entdeckerdrang – und man läuft einfach weiter.

Auf der anderen Seite erreichten wir den Ort Sosberg, und wer mag, kann von dort auf verschiedenen Rundwegen weiterwandern – durch die Hunsrückwälder, über Felder oder zurück über die Brücke. Um ehrlich zu sein: wir bevorzugten den kurzen Weg zurück über die Geierlay-Brücke.
Was uns besonders gefiel: Die Brücke ist frei zugänglich – kein Eintritt, keine Schranken, keine Hektik.
Unser Fazit zur Hängeseilbrücke Geierlay
Die Geierlay ist mehr als nur eine Brücke – sie ist ein Erlebnis. Für uns war und ist sie ein Höhepunkt: still, beeindruckend und ein bisschen abenteuerlich. Auch falls Ihr unter Höhenangst leiden solltet wie wir: es ist einen Versuch wert, diese tolle Brücke zu überqueren.
🪵 5 – Bad Münstereifel – Mittelalterlicher Charme und City Otlet
Bad Münstereifel ist ein echtes Juwel in der Nordeifel und begeistert mit seiner vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, die von einer begehbaren Stadtmauer umgeben ist – ein in Deutschland seltenes Stadtbild.


Der staatlich anerkannte Kneipp-Kurort liegt im Süden Nordrhein-Westfalens, rund 30 Kilometer südwestlich von Bonn, und zählt etwa 17.000 Einwohner.
Besonders reizvoll ist das romantische Fachwerkambiente mit historischen Gebäuden, verwinkelten Gassen und dem plätschernden Erft-Fluss, der sich malerisch durch die Altstadt schlängelt.
Besucher erwartet eine spannende Mischung aus Geschichte, Naturerlebnis und moderner Einkaufswelt: Neben kulturellen Highlights wie der romanischen Stiftskirche und der Burg Bad Münstereifel zieht das beliebte City Outlet mit über 30 Marken viele Tagesgäste an.
Umgeben vom Naturpark Hohes Venn-Eifel bietet die Region zahlreiche Wander- und Radwege, unter anderem den bekannten Eifelsteig.

💒 6 – Bruder-Klaus-Feldkapelle – Architektonisches Meisterwerk in der Eifel
Mitten in der weiten Feldlandschaft bei Mechernich-Wachendorf erhebt sich ein architektonisches Ausrufezeichen: die Bruder-Klaus-Feldkapelle. Sie wurde vom renommierten Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfen und im Jahr 2007 fertiggestellt – als private Initiative der Bauersfamilie Scheidtweiler, die sie dem Schweizer Nationalheiligen Niklaus von Flüe (Bruder Klaus) widmete.

Die Kapelle liegt abgelegen und ist nur über einen kurzen Spazierweg, beginnend am Parkplatz am Ortsende, durch Felder erreichbar.

Besonders beeindruckend ist die Konstruktion: Der Turm aus Stampfbeton wurde um einen Innenraum aus brennenden Baumstämmen gegossen, die nach dem Aushärten des Betons entfernt wurden. Zurück bleibt ein rauer, dunkler Innenraum mit einer spitz zulaufenden Öffnung nach oben – durch die das Licht dramatisch einfällt.
Diese einzigartige Atmosphäre zieht nicht nur Gläubige und Architekturbegeisterte an, sondern auch Fotografen.

Die Kapelle ist ganzjährig frei zugänglich und lässt sich ideal mit einem Ausflug in den Nationalpark Eifel oder nach Bad Münstereifel verbinden.
🏰 7 – Burg Satzvey – Eine der schönsten Wasserburgen im Rheinland
Burg Satzvey zählt zu den besterhaltenen Wasserburgen im Rheinland und ist ein echtes Highlight für Mittelalterfans und Kulturinteressierte. Die imposante Anlage liegt in Mechernich im Kreis Euskirchen und wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.

Umgeben von Wassergraben, Zugbrücke und Fachwerk-Romantik versprüht die Burg auch heute noch authentisches Ritter-Flair. Besonders beliebt ist Burg Satzvey für ihre aufwendig inszenierten Mittelaltermärkte, Ritterspiele und stimmungsvollen Weihnachtsmärkte, die überregional Besucher anziehen.

Die Burg ist in Privatbesitz, doch große Teile – darunter der Innenhof und das Burgcafé – sind öffentlich zugänglich. Auch Führungen durch das historische Gemäuer sind möglich.
📜 8 – Vogelsang IP – NS-Dokumentation und Natur im Nationalpark Eifel
Vogelsang IP ist ein bedeutender Ort der Erinnerung und zugleich ein Ort des Wandels. Die ehemalige NS-Ordensburg liegt hoch über dem Urftsee im Herzen des Nationalparks Eifel und wurde ab 1934 als Schulungsstätte der Nationalsozialisten erbaut.

Heute ist sie ein eindrucksvolles Mahnmal gegen Totalitarismus und beherbergt mit der Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch“ eine der wichtigsten NS-Dokumentationen in Nordrhein-Westfalen.

Daneben dient Vogelsang IP heute als Internationaler Platz (IP), Ort der Begegnung, Bildung und Kultur – mit wechselnden Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen.
Die markanten Bauten, wie der ehemalige Turm oder das Haus des Wissens, beeindrucken durch ihre monumentale Architektur und bilden spannende Kontraste zur umgebenden Wildnis. Besucher können das Areal auf eigene Faust oder im Rahmen von geführten Touren erkunden – zu Fuß oder mit dem Rad.

Ein Besuch lässt sich perfekt mit einer Wanderung durch den Nationalpark oder einem Ausflug zur nahegelegenen Urfttalsperre verbinden. Für Fotografen bieten sich zahlreiche Perspektiven – von imposanten Ruinen bis hin zu weiten Panoramablicken über die Eifellandschaft.
🧱 9 – Monschau – Fachwerkromantik im Herzen der Eifel
Eingebettet in die hügelige Landschaft der Nordeifel liegt das malerische Städtchen Monschau – ein echtes Juwel für Liebhaber historischer Architektur und gemütlicher Gassen.

Die charmante Altstadt mit ihren engen Kopfsteinpflasterstraßen, jahrhundertealten Fachwerkhäusern und der idyllisch durch den Ort plätschernden Rur versprüht einen besonderen Zauber, der zu jeder Jahreszeit begeistert.
Besonders lohnenswert ist ein Spaziergang zur Burg Monschau, die hoch über der Stadt thront und einen herrlichen Blick auf die Umgebung bietet.
🫐 10 – Wandern im Hohen Venn – Mystische Moore und Holzstege bei Baraque Michel
Das Hohe Venn, ein einzigartiges Hochmoor im deutsch-belgischen Grenzgebiet, gehört zu den faszinierendsten Naturlandschaften der Eifel. Das Hohe Venn ist ein Teil des Naturparks Hohes Venn-Eifel, der sich sowohl in der Eifel als auch in den Ardennen erstreckt. Das Hohe Venn bildet den westlichsten Teil der Eifel und den östlichsten Teil der Ardennen.

Eindrucksvoll zeigt sich das Gebiet rund um Baraque Michel, wo sich eine Moorlandschaft und weite Heideflächen präsentieren. Die typischen Holzbohlenwege, die sich durch das empfindliche Ökosystem schlängeln, machen das Wandern hier zu einem besonderen Erlebnis: Sie ermöglichen es, trockenen Fußes durch die teilweise sumpfigen Moorgebiete zu gehen und dabei seltene Pflanzen, Torfmoose und mit etwas Glück sogar Tiere wie Schwarzstörche oder Kreuzottern zu beobachten.

Die Kombination aus unberührter Natur, weiten Blicken und mystischer Stille macht eine Wanderung im Hohen Venn zu einem unvergesslichen Highlight in der Eifel.
⛴️ 11 – Rursee – Naturgenuss und Schiffsrundfahrten im Nationalpark Eifel
Der Rursee zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Eifel und ist ein echtes Paradies für Naturliebhaber, Wanderer und Ruhesuchende – und vor allem für alle die gerne Zeit auf dem Wasser verbringen, wie zum Beispiel Surfer, Segler und Kanufahrer. Eingebettet in die waldreiche Landschaft des Nationalparks Eifel bietet der See nicht nur traumhafte Panoramablicke, sondern auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.
Besonders beliebt sind die Schiffsrundfahrten auf dem Rursee, bei denen Besucher die beeindruckende Kulisse vom Wasser aus genießen können. Mit der Rurseeschifffahrt lässt sich der See ganz entspannt erkunden – ob auf einer klassischen circa zweistündigen Rundfahrt, einer Hop-on-Hop-off-Tour mit Zwischenstopps in Woffelsbach, Rurberg oder Schwammenauel oder bei einer romantischen Abendfahrt.
💦 12 – Der Wallende Born – das brodelnde Herz der Vulkaneifel
Mitten im idyllischen Örtchen Wallenborn in der Vulkaneifel liegt ein Naturphänomen, das genauso geheimnisvoll wie faszinierend ist: der Wallende Born, von den Einheimischen schlicht „Brubbel“ genannt.

Was aussieht wie eine kleine Quelle im Ortszentrum, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als aktiver Kaltwassergeysir – einer der wenigen seiner Art in Europa.
Ein Naturwunder mit Rhythmus
Etwa alle 35 Minuten beginnt der Brubbel zu leben: Zunächst steigt das Wasser leicht, dann beginnt es zu wallen und schließlich schießt eine kalte Fontäne bis zu vier Meter in die Höhe. Das Schauspiel dauert nur wenige Minuten, aber es zieht Besucher immer wieder in seinen Bann.

Zur Zeit unseres Besuch schwächelte der Brubbel etwas: anstelle der prognostizierten 4 Meter hat er es gerade mal auf einen Meter Höhe geschafft.

Ursache dieses Naturschauspiels ist kein heißes Magma, wie bei Geysiren in Island, sondern Kohlendioxid aus vulkanischem Untergrund, das sich im Wasser löst und mit einem plötzlichen Überdruck explosionsartig entweicht. Das macht den Wallenden Born zu einem eindrucksvollen Überbleibsel des vulkanischen Erbes der Eifel.
🍻 13 – Bitburger Erlebniswelt – Eintauchen in die Welt des Bieres
Wer durch die Eifel reist, wird an einem Namen kaum vorbeikommen: Bitburger.

Die traditionsreiche Brauerei gehört nicht nur zur Region wie die Maare und Vulkankrater, sie hat in Bitburg auch ein echtes Highlight für Besucher geschaffen: die Bitburger Erlebniswelt.

Ein Ort, an dem Biergeschichte, Braukunst und Genuss auf spannende Weise zusammenfließen – für Bierliebhaber genauso wie für alle, die gerne hinter die Kulissen blicken.

Von Hopfen und Geschichte – die multimediale Tour
Der Rundgang durch die Erlebniswelt ist weit mehr als ein Museumsbesuch. Auf rund 1.700 Quadratmetern erlebt man die Marke Bitburger mit allen Sinnen:
- Interaktive Stationen zeigen, wie aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe das berühmte Bitburger Pils entsteht.
- Alte Brauereigeräte, historische Dokumente und liebevoll gestaltete Ausstellungsräume lassen die über 200-jährige Geschichte der Braukunst lebendig werden.
- Besonders spannend: der Blick in das Original-Sudhaus, wo moderne Technik auf Tradition trifft.
Multimediale Elemente machen die Tour auch für Familien und Nicht-Biertrinker interessant – es geht nicht nur ums Trinken, sondern um Kultur, Handwerk und regionale Identität.
Probieren erlaubt – der perfekte Abschluss
Am Ende der Tour erwartet dich ein besonderes Highlight: In der modernen Probierstube kannst du verschiedene Biersorten verkosten – natürlich frisch gezapft. Und wer nicht selbst fahren muss, sollte sich ein frisch gezapftes „Bitburger Premium Pils“ nicht entgehen lassen – natürlich mit dem bekannten Werbespruch: „Bitte ein Bit“.

Alternativ gibt es für alle Besucher alkoholfreie Varianten und Softdrinks – also auch ein lohnenswerter Stopp für Familien oder Gruppen mit gemischten Interessen.
🌁 14 – Irreler Hängeseilbrücke – Abenteuer über der Prüm
Inmitten der wildromantischen Natur der Südeifel schwingt sich ein schmaler Steg mutig über das Tal: die Irreler Hängeseilbrücke, ein beliebtes Ziel für Wanderer, Naturfreunde und Fotograf:innen.

Sie verbindet nicht nur die Ufer der Prüm, sondern auch Geschichte, Landschaft und ein kleines bisschen Nervenkitzel.
Ein schwebender Pfad in der Südeifel
Die Brücke liegt am Rande des kleinen Ortes Irrel, unweit der berühmten Teufelsschlucht, und ist Teil des Naturparks Südeifel. Sie führt in luftiger Höhe über die Prüm – ein Fluss, der sich hier durch enge Täler und beeindruckende Felsformationen schlängelt.

Die heutige Konstruktion wurde nach Zerstörung der alten Brücke durch das Hochwasser im Jahr 2018 komplett neu gebaut und 2020 wiedereröffnet. Sie ist etwa 65 Meter lang und bietet beim Überqueren einen wunderbaren Blick in die Tiefe und auf die umliegende Flusslandschaft.
Mehr als nur ein Steg – ein Tor zur Wildnis
Die Brücke ist Teil mehrerer Wanderwege, unter anderem der Teufelspfad-Routen, die zu den bekanntesten Wandertouren in der Südeifel zählen. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Teufelsschlucht – ein spektakuläres Felsenlabyrinth aus Luxemburger Sandstein, das Millionen Jahre Erdgeschichte offenbart.
Auch die Dinosaurier-Erlebniswelt und das Naturparkzentrum bieten sich für einen Familienausflug an – perfekt kombinierbar mit einer Wanderung über die Hängeseilbrücke.
Praktische Infos für deinen Besuch
Tipp: In der Hochsaison früh oder spät kommen – dann hast du die Brücke (fast) für dich allein
Standort: Nähe Irrel, an der L4 Richtung Prümzurlay
Parken: Kostenloser Wanderparkplatz an der Teufelsschlucht
Zugang: Ganzjährig begehbar, keine Eintrittsgebühr
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk empfohlen – die umliegenden Wege können steinig oder rutschig sein
🏰 15 – Burg Eltz – Ein Märchenschloss im grünen Moseltal
Es gibt Orte, die wirken so unwirklich schön, dass man zweimal hinschauen muss – Burg Eltz ist genau so ein Ort. Schon der erste Blick, als wir sie vom Wanderweg aus entdeckten, war wie eine Zeitreise: Eingebettet in einen grünen Talkessel, mit spitzen Türmen, Fachwerk und dicken Mauern – fast als hätte jemand ein Märchenschloss mitten in den Wald gesetzt.

Der Weg dorthin war schon ein Erlebnis für sich. Wir entschieden uns für den klassischen Zugang über den Eltzer Burgpanoramaweg – ein gut ausgeschilderter Rundweg, der durch Wälder und über Wiesen führt, bevor sich die Burg plötzlich zwischen den Bäumen zeigt.

Am frühen Morgen kann man Burg Eltz ohne weitere Besucher genießen.

Übrigens: Zwischen 1961 und 1995 zierte die Burg Eltz den 500-DM-Schein. Dadurch hat die Burg Eltz der Kaiserburg in Nürnberg, die nicht minder beeindruckend ist (das behaupte zumindest ich, Ralph, als stolzer Franke), doch etwas voraus.

Unser Fazit zur Burg Eltz
Burg Eltz ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort voller Leben, Geschichte und Natur. Wahrlich ein Highlight, welches wir bei Ausflügen oder Reisen an die Mosel gerne immer wieder besuchen.
🌄 Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Eifel
1. Wo liegt die Eifel?
Die Eifel ist ein Mittelgebirge im Westen Deutschlands und erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Sie grenzt im Westen an Belgien und Luxemburg.
2. Was ist das Besondere an der Eifel?
Die Eifel ist bekannt für ihre vielfältige Landschaft mit Vulkanen, Maaren (vulkanische Seen), dichten Wäldern, Burgen und historischen Dörfern. Besonders beliebt ist die Region wegen ihrer Ruhe, Naturverbundenheit und der zahlreichen Fotomotive.
3. Welche Orte sollte man in der Eifel unbedingt besuchen?
Einige Highlights sind:
- Nationalpark Eifel – für Wanderer und Naturfreunde
- Nürburgring – für Motorsportfans
- Bitburger Erlebniswelt – Wissenswertes rund ums Bier, nicht nur für Biertrinker
- Dauner Maare – für Natur- und Landschaftsfotografen
- Burg Eltz – eine der schönsten Burgen Deutschlands
- Bad Münstereifel, Monschau und Monreal – historische Altstadt mit Charme und Outlet in der Stadt
4. Wann ist die beste Reisezeit für die Eifel?
Die Eifel ist ganzjährig einen Besuch wert. Frühling und Herbst sind ideal für Wanderungen und Fotografie. Im Winter kann man in höheren Lagen sogar Schnee erleben, während der Sommer sich gut für Radtouren und Outdoor-Aktivitäten eignet.
5. Welche Aktivitäten kann man in der Eifel unternehmen?
- Wandern und Radfahren (z. B. Eifelsteig, Vennbahn-Radweg)
- Fotografieren von Natur, Tieren und historischen Bauten
- Wellness und Erholung in Kurorten
- Besuch von Burgen, Klöstern und Museen
- Kanufahren, Reiten, Wintersport in der Hocheifel
6. Ist die Eifel familienfreundlich?
Ja! Es gibt viele familienfreundliche Wanderwege, Wildparks, Seen und Museen. Auch Unterkünfte sind häufig auf Familien mit Kindern eingerichtet.
7. Kann man in der Eifel gut fotografieren?
Absolut! Die Eifel bietet eine Vielzahl an Fotospots: von geheimnisvollen Wäldern und klaren Maaren bis zu mittelalterlichen Burgen und charmanten Dörfern.
Zum Abschluss ein
㊙️ Gedicht über die Eifel
welches unsere Begeisterung über diese tolle Landschaft und die dortigen Orte schön und zutreffend wiedergibt:
Früher war die Eifel klein.
Fast keiner wollte Eifler sein.
Als rheinisches Sibirien ein vergessenes Land,
bis heute von vielen noch immer verkannt.
Das Einst und Früher will man vergessen,
heute will man anders messen.
Leider dies Kleinod, was lange versteckt,
ziemlich spät nun doch entdeckt.
Über die Mosel bis hin zum Rhein,
selbst ins Benelux hinein,
Aachen, Köln, bis hinter Trier
zählt das „Eifel-Groß-Revier“.
Die Eifel wird nun bald zu klein,
weil alle wollen Eifler sein.
Neue Parks und Umweltzonen
für Touristenattraktionen!
Man will vermarkten im großen Stil,
tut des Guten nicht zu viel!
Wie Gott sie schuf die Eifel klein,
lasst die Eifel Eifel sein.
In diesem Kleinod, längst entdeckt,
das Herz der Eifel sich versteckt.
Die Vulkaneifel ist’s, schon länger erkannt,
die Perle der Eifel wird sie genannt.
Dies Fleckchen Erde so seltsam verträumt,
wer er’s nicht kennt, hat vieles versäumt.
Ich kann nur sagen, so ganz ohne Zweifel,
es ist meine Heimat, ich liebe die Eifel!
Ein Hoch auf die Eifel, ich bleibe dabei,
ich war immer stolz, ein Eifler zu sein.
Liebeserklärung an die Eifel von Josef Schmitz, Üdersdorf



































































